Am Freitag trafen sich Vertreter der Jagdbehörde der Region mit dem zuständigen Jägermeister an der Freifläche Hägewiesen/Schwarzwaldstraße, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Unter anderem sei über die Möglichkeit einer Jagd mit Frettchen und Falken auf die erkrankten Kaninchen gesprochen worden, berichtete Regionssprecherin Christina Kreutz. „Es ist aber noch nicht klar, ob das wirklich eine Lösung ist“, sagte sie. Letztendlich sei der Eigentümer der Fläche, also die Stadt, gefragt. Anfang kommender Woche soll mit dem zuständigen Jäger gesprochen werden. Eine Abschusserlaubnis gebe es allerdings nur im Ausnahmefall, sagte Kreutz.
In der Stadtverwaltung hieß es am Freitag, dass die Mitarbeiter des Grünflächenamtes verendete Kaninchen aufgesammelt haben. „Die Mitarbeiter sind beauftragt, in diesem Bereich verstärkt auf Tierkadaver zu achten“, sagte Stadtsprecher Karlheinz Utgenannt. Er warnte zugleich vor einer Hysterie. „Die sogenannte Kaninchenpest kann nicht auf andere Tiere oder auf Menschen übertragen werden“, erläuterte er.
Wie berichtet, liegen seit einigen Tagen auf Grünflächen in den betroffenen Stadtteilen immer wieder verendete Kaninchen. Kinder spielen mit kranken Tieren, Hunde machen Jagd auf die geschwächten Tiere.
Die Bothfelder Tierärztin Sabine Thomsen hatte vorgeschlagen, Gas in die zahlreichen Kaninchenbauten zu leiten, um die Tiere von ihrem qualvollen Leiden zu befreien. Nach ihrer Beobachtung sind die Kaninchen in einem wesentlich größeren Bereich von der Viruserkrankung betroffen, als den Behörden bislang bekannt ist.
Der Direktor des Instituts für Virologie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Prof. Volker Moennig, lehnt eine Tötungsaktion allerdings strikt ab. „Eine Vergasung ist nicht tierschutzgerecht“, sagte er. Niemand wisse, ob die Tiere, die man töten wolle, tatsächlich sterben würden, meinte er. Moennig vertritt die Auffassung, es sei am besten, gar nichts zu tun und das „Naturereignis“ einfach zu beobachten. „Man muss in Kauf nehmen, dass einige Tiere sterben und das Virus dann durch ist“, sagte er.
Er rät dazu, die als Haustiere gehaltenen Kaninchen gegen die Viruserkrankung zu impfen, die durch Mückenstiche oder Flohbisse übertragen wird. Eine Impfung kostet nach Angaben der Bothfelder Tierärztin Thomsen 30 Euro. „Die meisten Privathalter machen das“, sagte sie. Diese Impfung muss regelmäßig alle fünf Monate aufgefrischt werden. Auch Kaninchenzüchter ließen ihre Tiere impfen, um sie vor Myxomatose zu schützen, berichtete der Vorsitzende des Kaninchenzuchtvereins Weißgrannenclub Hannover, Martin Plate.
Kommentare
OOOCH! DER NAGER..... – 02.08.10
na,wird schon!!!!wo soll das überhaupt sein?Varrelheide???Bothfeld?Feld und Flur?No,jedenfalls egal,Varrelheide war doch der Rattenbefall letztesJahr(waren da auch schon so viele Zwergkannichen?)?Wenn da die toten Hopsis sind,braucht man wohl nix Krankmachendes weiter zu befürchten?Die Ratten fressen doch Kadaver???Boah,was ist da los? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenso bräsig is man nich... besorgte eltern – 02.08.10
kanninchenpest geht LEIDER im Besonderen NICHT auf die zwergkanninchen"ZÜCHTER",die dort die Tiere freilassen und somit die Wildpopulation "Karnickilein und Co" empfindlich ruinieren!Ach,watt wär dat toll,wenn die Typen dort Ihre Viecherei im Zaum(n)e hielten und die hungrigen,trächtigen Hoppler nicht Baum und Strauch unterwanderten!Es ist doch ein Landschaftschutzgebiet???????????? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden@besorgte eltern Raven – 28.07.10
meine güte, auf menschen geht das virus nciht. sondern nur auf kaninchen. und mit forschen meite ich taenloses zusehen und gucken wie toll das doch alles fortschreitet.sie eltern haben null ahnung also einfach mal schnute haltne Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
doktoren und forschung besorgte eltern – 28.07.10
!!!!jau,da wird geforscht!MAN GUT!gäbe es nur die "globulis"wäre die "natürliche auslese "hübsch hoch(bei allen lebewesen)aber es gibt gottlob kluge köpfe,die forschen und dadurch unser aller gesundheit fördern!DANKE!und würde nicht so freizügig das hauskarnickelige getier ins freie feld zur vermehrung und verpaarung mit wildkannichen geschickt,nähme das ganze nicht so utopische ausmaße an.evtl.dämmt das veterinäramt endlich die freie kanninchenzucht und aussetzung der tiere in der varrelheide ein!schließlich soll der betreiber bekannt sein!dort hantieren unsere kinder neben dem reitunterricht mit den kranken hopplern herum,ohne daßsich die betreiber darum kümmern!schauen,wann die ratten nachfolgen um die kadaver zu entsorgen...irgenwer muß ja da mal aufräumen.wir werden uns fortan dort fernhalten,zu traurig Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenFällt vom glauben ab raven – 26.07.10
dieses naturereignis ird tausende tiere auch Haustiere das leben kosten. Aber die herren dotoren müssen ja forschen Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKarniggels2 RS – 24.07.10
Als Biologe kann ich nur raten, der Natur den freien Lauf zu lassen. Wer die Impfkosten für Hauskaninchen tragen möchte, möge das tun. (die Impfstoffhersteller wollen auch leben). Die hohe Sterberate der infizierten Tiere ist ein Zeichen für eine noch nicht optimale Anpassung zwischen Wirtstier und Virus, welches bekanntlich vor Jahrzehnten aus der Neuen Welt importiert wurde. In einigen hunderten oder tausenden Jahren wird das Virus verschwinden, oder mutieren und sich auf andere Arten spezialisieren, oder die Virus-DNA wird fest in das Kaninchengenom integriert, so wie auch im Menschengenom im Laufe der Evolution eine unbekannte Zahl von Viren-DANN-Strängen eingebaut wurde. Das weid einfach weitervererbt und richtet ansonsten keinen Schaden an, sondern erweitert die genetische Bibliothek. Weiß der Kuckuck wozu das eigentlich gut ist, denn ganz hat die Forschung das noch nicht erhellen können. Viren sind per se nicht böse, sondern sie tun nur das, wozu sie programmiert sind: sich selbst kopieren.In etwa zehntausend Jahren zieht eine neue Eiszeit über Europa (das steht fest), dann stirbt hier sowieso (fast) alles, danach geht das Spiel von vorne los, falls nicht durch Gletscherbewegung aufgerissene Endlager der Atomindustrie alles radioaktiv verseucht wurde. Also kein Grund zur Aufregung.
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kanninchenpest bothfeld und umgebung hoppel – 23.07.10
das ist ja schlimm!!!in der varrelheide sind ja auch so viele freilaufende zwergkanninchen,die wohl zur varrelheider ponyschule gehören,hoppeln dort auf der straße rum.hoffentlich weiß die besitzerin von der geplanten dezimierung,nur falls all die hoppler geimpft sind!dann könnten die tiere evtl.doch eingefangen werden.tja,und wenn sie doch ungeimpft sind,würde das einfangen eine größe verbreitung noch einschränken.arme tierchen Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben