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Kantplatz: Falsche Polizisten erbeuten 39.000 Euro

Zeugen gesucht Kantplatz: Falsche Polizisten erbeuten 39.000 Euro

Trickbetrüger haben am Dienstag einen 69-jährigen Senior aus Kleefeld um eine große Summe Bargeld gebracht. Die Männer gaben sich als Polizisten und Staatsanwälte aus und verabredeten sich mit ihrem Opfer am Kantplatz. Der Senior übergab sein Erspartes in Plastiktüten.

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Trickbetrüger haben am Kantplatz zugeschlagen.

Quelle: Uwe Dillenberg/Symbolbild

Hannover.  Etwa 39.000 Euro Bargeld hat ein Senior am Dienstagnachmittag an Trickbetrüger verloren. Laut Polizei hatte ein „Herr Becker“ bei dem 69-Jährigen aus Kleefeld zwischen 16 und 17 Uhr angerufen. Der Anrufer gab sich als Beamter der Polizeistation am Waterlooplatz aus und berichtete von einem Einbruch in der Nähe des Senioren. Vier bulgarische Einbrecher seien dabei festgenommen worden und am Tatort hätten die Beamten einen Zettel mit dem Namen des 69-Jährigen gefunden.

„Herr Becker“ bestellte den Kleefelder zu einer Vernehmung ein und übergab an seinen Kollegen, einen „Herr Beckmann“. Dieser überzeugte das Opfer, sein Vermögen zu „sichern“: Im Rahmen eines Treffens sollte er das Geld an die „Polizisten“ übergeben. Der 69-Jährige holte, wie mit den vermeintlichen Beamten und einem „Staatsanwalt Finke“ abgesprochen, sein Erspartes aus einem Bankschließfach und fuhr mit dem Rad gegen 18.30 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt am Kantplatz. Dort wartete der Abholer des Geldes und nannte das vereinbarte Codewort „Blüte“. Der Senior übergab ihm zwei mit Geldscheinen gefüllte Plastiktüten und machte sich auf den Rückweg.

Wieder daheim erhielt das Opfer erneut einen Anruf von Polizist „Beckmann“: Dieser teilte mit, dass sich unter dem Ersparten auch Falschgeld befinde und kündigte an, dass der Senior einen Beleg für die Aushändigung der 39.000 Euro erhalten würde.  Die falschen Beamten kündigten deswegen einen baldigen Besuch an. Dieser fand nicht statt.

Am Abend informierte sich der Geschdädigte deshalb bei der „richtigen“ Polizei. Die klärte ihn über den Trickbetrug auf. Nun sucht der Kriminaldauerdienst nach Zeugen, die die Geldübergabe am Kantplatz gegen 18.30 Uhr beobachtet haben. Der Abholer des Geldes ist etwa 30 Jahre alt, ungefähr 1,70 Meter groß, hat eine rundliche Statur und kurze blonde Haare. Am Dienstag trug er einen grauen Blouson. Hinweise nimmt die Polizei unter (0511-109)5555 entgegen.

„Das Vorgehen der falschen Polizisten ist immer ähnlich“, sagt Polizeisprecherin Martina Stern. „Dem Opfer wird suggeriert, dass es geschädigt wird –wie in diesem Fall mit einem Einbruch in der Umgebung.“

Die Polizei gibt Verhaltenshinweise im Umgang mit vermeintlichen Trickbetrügern:  Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen, Kontoverbindungen oder anderen persönlichen Daten - Polizeibeamte erfragen personenbezogene Daten niemals am Telefon.

Lassen Sie sich durch trickreich aufgetischte Lügengeschichten nicht einschüchtern oder gar verängstigen. Gehen Sie in keinem Fall auf Geldforderungen oder die Übergabe von Wertgegenständen ein.

Überprüfen Sie sorgfältig Polizeiausweise und fragen Sie im Zweifel bei Ihrer örtlichen Dienststelle nach. Lassen Sie keine Fremden in Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung.

Setzen Sie sich mit Ihrer örtlichen Dienststelle in Verbindung, wenn Sie einen Anruf von einem mutmaßlichen Polizisten erhalten haben oder wählen Sie den Notruf. Klären Sie als Bankmitarbeiter bei Verdachtsfällen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Ihrer Kundinnen und Kunden auch über diese Masche auf und informieren Sie noch vor Auszahlung auffällig hoher Geldsummen die Polizei!

Von Manuel Behrens

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