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Aus der Stadt Dilâra, die Kinderprinzessin
Hannover Aus der Stadt Dilâra, die Kinderprinzessin
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00:15 14.11.2013
Die neuen Regenten Dilâra Iciok, Robin Heinrich, Angela Günther und Jens-Fiete Münzner. Quelle: Droese
Hannover

Sie heißt jetzt Dilâra I. Das Komitee Hannoverscher Karneval wollte es so, weil sie so redegewandt ist, wie es hieß. Dabei war die Achtjährige bisher gar nicht im Verein. Für das neue Amt ist sie eigens eingetreten. „Ich habe Lust am Verkleiden“, sagt Dilâra.

Pünktlich um 11.11 Uhr stand der von Dilâra seit Wochen herbeigesehnte Moment gestern an. Gemeinsam mit den anderen vom Komitee demokratisch gewählten Tollitäten marschierte Dilâra in den Gobelinsaal des Neuen Rathauses ein. Vorneweg Mutter Ayda Iciok, die bisher ebenfalls wenig mit Karneval zu tun hatte. Dahinter: Prinz Fiete I. und Prinzessin Angela I., wie sich Angela Günther und Jens-Fiete Münzner nun während der Karnevalszeit offiziell nennen dürfen. An Dilâras Seite: der Zwölfjährige Robin Heinrich, der nun Kinderprinz Robin I. heißt.

Pünktlich zum Auftakt der Karnevalssaison am 11.11. hat das Komitee Hannoverscher Karneval die Stadtprinzenpaare gekürt.

Für Müßiggang haben die neuen Regenten kaum Zeit: Im Laufe der Session werden sie rund 90 Karnevalssitzungen besuchen. Um das Prinzenpaar müsse man sich nicht sorgen, sagte Präsident Herbert Wildhagen. „Sie sind im hannoverschen Karneval keine ungeschriebenen Blätter.“ Tatsächlich war die 55-jährige Günther selbst schon einmal Präsidentin des Komitees. Der 67-jährige Jens-Fiete Münzner ist seit über 40 Jahren Vereinsmitglied.

Für die Neuzugänge war die gestrige Krönung besonders aufregend. Mutter Ayda Iciok wich kaum von Dilâras Seite, immer wieder zückte sie die Handykamera, um ihre Tochter im weißen Kleid mit roten Blumenapplikationen zu fotografieren. „Ich bin selbst Sängerin und mag es, auf der Bühne zu stehen“, sagt sie. „Bei meiner Tochter ist das ganz genauso. Mal schauen, wie die Session verläuft. Vielleicht bleiben wir dabei.“

Närrisch wurde es auch in der „Narrhalla“, der Festhalle der Lindener Narren. In diesem Jahr ging der „Narrenotto“ – der Ehrenpreis der Lindener Narren – an NDR-1-Moderator und Kult-Comedian Martin Jürgensmann, besser bekannt als „Raner“. Eigentlich hatten auch 96-Trainer Mirko Slomka und Nationaltorwart Ron-Robert Zieler dabei sein wollen, sie sagten aber kurzfristig ab. Ihnen sei nach dem Niedersachsenderby nicht zum Feiern zumute, hieß es.

Von Stefanie Nickel

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