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„Es ist hier einfach entspannter als anderswo“

Katzencafé „Es ist hier einfach entspannter als anderswo“

Eine Woche nach der Eröffnung des Treffpunkts Stubentiger herrscht großer Treiben im Katzencafé in der Escherstraße. "Dass es so einen Andrang geben würde, konnte ich nicht ahnen“, sagt Inhaberin Astrid Heyer. Sie denkt jetzt schon über zusätzliches Personal nach.

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Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover . Havanna genießt. Das ist offensichtlich. Die Katze mit dem flauschigen Fell fläzt sich in Hannovers erstem Katzencafé im Ledersessel. Die Augen sind halb geschlossen, der Bauch vorgestreckt, manchmal bewegt sie schläfrig eine Pfote, manchmal hört man ein leises Schnurren. Es ist im Grunde aber egal, was sie macht. Die Begeisterung des Publikums ist ihr immer gewiss.

Was ist so schön daran, eine fremde Katze zu beschmusen? Vor allem, wenn man eigene zu Hause hat? Holger Paas (49), stolzer Besitzer von drei Katzen, versteht die Frage nicht. Es sei einfach schön, von den Tieren umgeben zu sein, entspannter als anderswo, auf eine ganz besondere Weise relaxt. Auch Ehefrau Petra Marklein-Paas (49) ist von dem Ambiente im Stubentiger begeistert. Man treffe endlich mal Katzenfreunde, es gehe nur um die „Katzis“, eine Art Kinderersatz, und es gebe kein „Schickimicki“, im Gegenteil: Ohne ein paar Katzenhaare an der Kleidung sei man nicht richtig angezogen.

Im Katzencafé, eröffnet am vergangenen Dienstag in der Escherstraße (Mitte), tummeln sich mit behördlicher Genehmigung vier Katzen zwischen Kratzbäumen, Catwalks und erhöhten Liegeplätzen. Sie verschönern Katzenliebhabern die Zeit, die ein warmes Mittagessen oder ein Stück Kuchen mit ihnen und anderen Katzenfreunden genießen wollen. Schon vor der Eröffnung hatte es in den sozialen Netzwerken einen Hype um das Café gegeben, Zuspruch, aber auch Spott.

Hannovers erstes Katzencafé eröffnet in der kommenden Woche. Im "Stubentiger" stehen Kratzbäume in den Ecken und es gibt kleine Hängebrücken zum Klettern für die Vierbeiner.

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Erstes Fazit: Es ist voll an diesem Tag - und das war es auch die gesamte Woche über. Sie sei überwältigt von dem Andrang, sagt Inhaberin Astrid Heyer (50). Die Menschen besuchten nicht nur ihr Café. Sie bekomme begeisterte SMS, sogar Nachrichten auf Whatsapp, auf den Katzenfreunde ihr ihre Lieblinge zeigten. Lediglich lange Wartezeiten habe der ein oder andere bemängelt. „Aber dass es so einen Andrang geben würde, konnte ich nicht ahnen“, sagt Heyer. Sie denkt jetzt schon über zusätzliches Personal nach.

Das Katzencafé hat sogar ein Raucherzimmer - was die Katzen davon halten, können sie nicht sagen. An diesem Sonnabend sind viele Nichtraucher im Raum, der Rauch in der Luft ist ihnen egal. Es geht um Katze Havanna, die sich so bereitwillig liebkosen lässt.

Außer Havanna ist nur Katze Chica zu sehen. Hoch oben auf ihren Liegeplätzen haben die beiden anderen sich versteckt. Es gibt keine Streichelgarantie, aber die Katzenfreunde stört das nicht. Sie unterhalten sich mit Gleichgesinnten, zeigen ihre Lieblinge auf Handys, tauschen sich über Spielzeug oder Dosenfutter aus. Kerstin Krischer (43) ist aus Chemnitz zu Besuch und gleich mit Freunden ins Katzencafé gestiefelt. Anja Krafft (47) philosophiert über die Unterschiede zwischen Katzen- und Hundefreunden. Katzenjammer oder gar Katerstimmung kommen hier nirgends auf.

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