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Kaufleute befürchten Einbußen

Zahlreiche Protestaktionen gegen Hooligan-Treffen Kaufleute befürchten Einbußen

Die Kaufleute in Hannover fürchten durch die Demonstration der Hooligans und durch die Gegendemonstrationen Einbußen in ihren Einnahmen. Einige Geschäfte überlegen sogar vorsorglich zu schließen.

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Die Kaufleute in der Innenstadt und der Lister Meile fürchten Verluste durch die Demonstrationen am Sonnabend.

Quelle: dpa

Hannover. Die Polizeidirektion will am Freitag mit allen 18 Anmeldern von Gegendemonstrationen erneut in Kontakt treten. „Wir wollen klären, ob sie ihre Anmeldungen nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts weiter aufrechterhalten, oder nicht“, sagt eine Sprecherin.

Die Organisatoren der beiden größten Hooligan-Protestaktionen haben allerdings schon mitgeteilt, dass der Richterspruch nichts an ihren Plänen ändern werde. „Wir demonstrieren weiter auf dem Platz an der Goseriede“, sagt Hannovers DGB-Chef Reiner Eifler. Man habe bereits eine Bühne dorthin bestellt und die Plakate entsprechend beschriftet. „Das können wir jetzt nicht mehr ändern“, sagt der Gewerkschafter. Unter dem Motto „Bunt statt Braun“ versammeln sich ab 11 Uhr rund 2500 Vertreter von Kirchen, Parteien und Gewerkschaften. Als Redner sind unter anderem Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann angekündigt. Unter anderem spielt Ex-Fury Rainer Schumann mit Band.

Auch die linken Gruppen, die von 10 bis 20 Uhr zu einer Demo auf dem Steintorplatz aufgerufen haben, wollen an ihren Plänen festhalten. „Wir überlegen derzeit, ob wir einen kurzen Protestzug durch die Stadt machen oder nicht“, sagt Ingo Mertens, der Sprecher des Organisationsbündnisses. Er kritisiert die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, die Demo der Hooligans am ZOB zu erlauben. „Der Platz liegt in unmittelbarer Nähe zum Flüchtlingscamp am Weißekreuzplatz. Für die Bewohner des Lagers besteht an diesem Tag höchste Gefahr.“ Nach Angaben der Polizei ist das Zeltlager der Sudanesen bei den Planungen berücksichtigt worden. „Wir werden selbstverständlich Übergriffe unterbinden“, sagt eine Behördensprecherin.

Die Kaufleute in der City und auf der Lister Meile rechnen für Sonnabend damit, dass Kunden wegbleiben – obwohl die Hooligans von Fußgängerzonen ferngehalten werden. Einige Geschäfte dächten sogar schon darüber nach, an dem Tag zu schließen, berichtet Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft. Am vergangenen Wochenende hätte die Kaufleute bereits unter dem Lokführerstreik gelitten. Dabei seien die Wochenende zum Jahresende die umsatzstärksten des Jahres und entschieden über den Erfolg oder Misserfolg des gesamten Geschäftsjahres. Auch der Vorsitzende des Vereins Lister Meile, Dirk Eberitzsch, rechnet für den Sonnabend mit schwachen Umsätzen.

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