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Kaufprämie für Elektroautos floppt zum Auftakt

Förderung Kaufprämie für Elektroautos floppt zum Auftakt

Die Kaufprämie für Elektroautos hat einen Stotterstart hingelegt. Im ersten Monat sei die Förderung von bis zu 4000 Euro pro Fahrzeug genau 1791-mal beantragt worden, teilte das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) am Donnerstag mit.

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Die Förderung für Elektroautos wird nur schleppend angenommen.

Quelle: dpa/Symbolfoto

Hannover. Das entspricht nicht einmal einem Prozent des Gesamtmarktes. Auf Niedersachsen entfielen demnach 158 Anträge. Damit liegt das Land, das üblicherweise für gut zehn Prozent des deutschen Automarktes steht, noch unter dem Durchschnitt. Der Fördertopf von Bund und Autoindustrie reicht für mindestens 300 000 Fahrzeuge.

Nach einem Monat lasse sich die Wirkung noch nicht objektiv bewerten, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), der HAZ. „Aber es zeigt sich, dass eine Prämie allein nicht ausreicht.“ Noch werde die Elektromobilität in der Bevölkerung skeptisch gesehen - wegen der hohen Preise, nicht ausreichender Reichweite und fehlender Lademöglichkeiten. „Das wird sich in den nächsten Monaten ändern“, glaubt Lies. Dann kämen auch viele neue Modelle auf den Markt. Sie müssten „attraktiv und günstig“ sein. „Das dürfen unsere deutschen Hersteller nicht verschlafen.“ Lies hatte sich als einer der ersten Spitzenpolitiker für eine staatliche Kaufprämie für E-Autos eingesetzt.

BMW und Renault profitieren

Nach den BAFA-Auswertungen profitieren von der Prämie bislang vor allem BMW und Renault. Auf die beiden Hersteller entfällt mehr als die Hälfte aller Anträge. Am beliebtesten sind der BMW i3 und der Renault Zoe. Volkswagen folgt mit 154 Anträgen auf Rang drei. Unter den Bundesländern liegen Bayern und Baden-Württemberg vorn. Den sogenannten Umweltbonus können Verbraucher, aber auch Firmen oder Vereine beantragen. Die Förderung gilt rückwirkend für Käufe ab dem 18. Mai.

In Norwegen Marktanteil von 20 Prozent

Die Bundesregierung hatte sich erst nach zähem Ringen im Mai dafür entschieden, den Kauf der „Stromer“ zu fördern. In vielen anderen Ländern gibt es entsprechende Anreize schon länger - allerdings meist ebenfalls ohne durchschlagenden Erfolg. Ausnahme ist Norwegen, wo E-Autos inzwischen 20 Prozent des Marktes ausmachen. Dort liegen die Kaufanreize im Schnitt allerdings auch im fünfstelligen Euro-Bereich. Die meisten E-Fahrzeuge werden in China abgesetzt - kommen damit am größten Automarkt der Welt aber auch nur auf ein Prozent Marktanteil.

Die Prämie in Deutschland sei „schnell zusammengeschustert und strategisch falsch angelegt“, sagte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer der HAZ. Deshalb sei der Flop vorprogrammiert. „So lange die Leute sehen, wie billig der Diesel ist, werden sie nicht auf die Idee kommen, ein Elektroauto zu kaufen.“ Bereits zum Start des Umweltbonus hatte der ADAC vorgerechnet, dass die Stromer auch einschließlich Prämie nicht günstiger als Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben seien.

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