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Kein Ansteckungsrisiko durch Flüchtlinge

Entwarnung der Region Hannover Kein Ansteckungsrisiko durch Flüchtlinge

Nach Berichten über Flüchtlinge, die trotz Windpockenerkrankung vom Land Niedersachsen auf die Kommunen verteilt wortden sind, gibt die Region Hannover Entwarnung. Es besteht demnach kein besonderes Ansteckungsrisiko für die Bevölkerung.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Von den Flüchtlingen in der Region Hannover geht nach Ansicht von Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region, für die Bevölkerung derzeit kein besonderes Ansteckungsrisiko aus. Das belege allein die Tatsache, dass die Zahl der meldepflichtigen Krankheiten - Windpocken, Masern, Röteln, Tuberkulose - in der Region 2015 gegenüber 2014 bislang nicht signifikant gestiegen sei, führte Yilmaz im Gesundheitsausschuss der Region aus. Außerdem liege der Impfschutz bei den Menschen in der Region bei weit über 90 Prozent. Vereinzelte Fälle von Windpocken bei hiesigen Flüchtlingen - ein oder zwei seien vorgekommen - könnten sie also nicht überproportional gefährden.

Anders sehe dies bei den Flüchtlingen selber aus. Sie kämen aus Ländern, in denen der Impfschutz der Bevölkerung sehr unterschiedlich ausgeprägt sei. In den Aufnahmelagern sei festgestellt sei worden, dass bei syrischen Flüchtlingen der Impfschutz gegen Windpocken bei nahezu 100 Prozent liege. Bei Flüchtlingen aus dem Südsudan dagegen liege er nur bei 60 bis 65 Prozent. Flüchtlinge aus diesen Gebieten könnten sich also in den Lagern, in denen sie Bett an Bett lebten, anstecken.

„Flüchtlinge sind keine Gefährder, sondern Gefährdete“, sagte Yilmaz. Das ergebe sich klar, wenn man sich die Zahlen anschaue.

Von Jutta Rinas

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