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Kein Bier und Schnaps nach 22 Uhr?
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Jugendschutz Kein Bier und Schnaps nach 22 Uhr?

Das Vorhaben der Landesregierung von Baden-Württemberg, den Verkauf von Alkohol in Tankstellen, Kiosken und in Supermärkten in der Zeit zwischen 22 und 5 Uhr aus Gründen des Jugendschutzes zu verbieten, findet auch in Hannover Anhänger.

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Polizei und Stadt befürworten ein nächtliches Verkaufsverbot von Alkohol an Kiosken und Tankstellen.

Quelle: ddp (Archivbild)

Jugenddezernent Thomas Walter sagte, er würde es begrüßen, wenn sich das Land Niedersachsen ebenfalls zu diesem Schritt entschlösse. „Wir unterstützen alle Regelungen, die den Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen eindämmen“, sagte der CDU-Politiker. Auch Hannovers Polizei-Vizepräsident Rainer Langer befürwortet ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot. „Gerade unsere Problemgruppen decken sich an diesen Orten regelmäßig mit Alkohol ein“, sagte Langer.

Durch die nächtlichen Einkaufsmöglichkeiten in Supermärkten und Tankstellen sei zwar die Grundversorgung der Bevölkerung gewährleistet. „Aber dazu gehört Alkohol mit Sicherheit nicht“, betonte Langer. Das niedersächsische Innenministerium allerdings sieht derzeit keine Notwendigkeit, die Gesetze bezüglich des Alkoholverkaufs zu ändern. „Wir wollen nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen“, sagte Ministeriumssprecher Klaus Engemann. Die vor gut einem Jahr eingeführten Alkoholtestkäufe verliefen sehr erfolgreich. Ein Alkoholverkaufsverbot nach dem Vorbild Baden-Württembergs sei deshalb nicht zwingend notwendig. „Wir werden in absehbarer Zeit keine ähnliche Gesetzesinitiative starten“, fügte Engemann hinzu.

Jürgen Ziegner, der Geschäftsführer des Zentralverbandes des Tankstellengewerbes (ZTG), ist froh über diese Haltung. „Das neue Gesetz ist völliger Blödsinn, denn es geht dabei überhaupt nicht um den Jugendschutz“, sagte er. Die Neuregelung hätte, so der ZTG-Chef weiter, erhebliche Auswirkungen auf die Folge- umsätze. „Eine Erhebung in Hamburg hat ergeben, dass in 60 Prozent der Fälle neben den alkoholischen Getränken auch andere Waren wie Chips und Zigaretten über die Ladentheke gehen. Das bricht uns dann alles weg.“

Erst vor wenigen Wochen hatten die Polizeidirektion Hannover und die Stadtverwaltung ein neues Instrument im Kampf gegen zumeist alkoholisierte Mehrfachgewalttäter vorgestellt. Künftig sollen Schläger, die bereits wiederholt durch Gewaltdelikte aufgefallen sind, zur Medizinisch-Psycholgischen Untersuchung (MPU) geschickt werden. Menschen, die durch Aggressivität oder regelmäßigen Alkohol- oder Drogenkonsum auffallen, müssen damit rechnen, die MPU nicht zu bestehen. Dann aber ist die Fahrerlaubnis auf unbefristete Zeit weg. Zwar kann die Untersuchung wiederholt werden – sie kostet aber rund 400 Euro pro Anlauf.

Die Behörden gehen davon aus, dass eine solche Androhung des Führerscheinentzugs Delinquenten von Straftaten abhalten kann.

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Testkäufe
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Am Freitagabend haben die Polizeidirektion und die Landeshauptstadt Hannover erneut eine Testkaufaktion durchgeführt. Die bisherigen Ergebnisse haben sich dabei bestätigt. In fast 70 Prozent aller Fälle wurde Minderjährigen hochprozentiger Alkohol verkauft.

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  • Verbote paulchen – 10.11.09
    Ich hatte in letzter Zeit mehrmals das "Vergnügen" mich auf dem ZOB (Raschplatz) aufhalten zu müssen. Da stehen die Gruppen vermutlich Jugendlicher bereits ab 21:00 Uhr in ziehen sich die "Mixgetränke" diverser Machart rein. Man / frau muss schließlich um 23:00 seinen Pegel erreicht haben. Was soll da also ein Verbot ab 22:00 Uhr nutzen, es wird einfach früher gekauft und mitgebracht und da viele es machen ist das "Angebot" mehr als reichlich. So wie ich das sehe bleiben da nur gezielte Maßnahmen, vor allen zuerst bei den Eltern. Zu dem geäußerten tollen Verbotszuständen in den USA möchte ich nur eins sagen: Sicherlich kommt man dort schwerer an Alkohol, aber den Joint gibt es an jeder Ecke, möge jeder selbst entscheiden welcher Weg besser ist! Ich und auch meine Frau hielten es für besser in unserer freien Zeit für unsere Tochter da zu sein und ihr auch Angebote zu machen. Das ist ein unbequemer Weg der viel eigene Freizeit kostet, aber das Ergebnis macht glücklich. All zu viele glauben aber in der heutigen Zeit das Geld allein glücklich macht und des gibt es eben schnell mal nen 10er und man hat seine Ruhe. Mist, dass es so nicht funktioniert. Das Ergebnis können sich alle jedes Wochenende überall ansehen.
    Warum war wohl unser OB bei der letzten Club-Nacht nur in ein paar ausgewählten Clubs weit weg von allen Problemen? Er wollte die Probleme gar nicht sehen!!!!
  • Scheinheilige Diskussion Hiob – 09.11.09
    Wenn eine Droge wie Alkohol hierzulande uneingeschränkt
    beworben werden kann, auf einer Flasche Wodka nicht einmal
    ein Hinweis auf die Gesundheitsgefahren zu finden ist und
    man für 3,99 Euro 0,7 Liter Schnaps bekommt, also in den
    letzten 30 - 40 Jahren praktisch keine Steuererhöhung statt-
    gefunden hat, dann soll doch bitte niemand behaupten, der
    Suff wäre von der Politik nicht gewollt. Dass es auch anders geht, sieht man beim Tabak.
  • @edgar JS – 09.11.09
    @edgar: Komisch. Ich finde gar kein Wort von verbieten. Sehe auch nicht wo ich nach dem Überwachungsstaat gerufen habe. Macht aber nix - halt falsch interpretiert bzw. gelesen was nicht gechrieben steht :)
    Habe nur festgestellt dass die - auch in der Presse angekündigten - angekümdigte Präsenz von Staatsmacht offensichtlich nicht präsent ist.
    Und ja, wenn das Elternhaus es nicht hinbekommt Kinder zu erziehen dann muss, im Zweifelsfalle, die Gesellschaft diesen Part übernehmen!
  • Kiosksterben Moi – 09.11.09
    Wer mal ab 22h durch Linden oder andere Stadtteile mit hoher Kioskfrequenz läuft wird schnell merken, dass die Kioskbesitzer einen großen Umsatz mit dem "Bier to go" machen.

    Saufende Jugendliche sehe ich da eher selten, bzw. die sind fast alle 18+ und müssen wissen was sie tun.

    Gut gemeinter Schutz gerne, aber bitte mit Augenmaß.
  • Rt66 beschränken ist unwirksam barni – 09.11.09
    Beschränken ist glaube ich keine wirkliche Lösung die hift, dafür gibt es zu viele Möglichkeiten an Alk ran zu kommen. Ich glaube es ist eine Erziehungssache! Wenn Kinder schon an den Eltern sehen wie der Alk zur Selbstverständlichkeit zum Leben gehört, ist zeitliche Beschränkung wohl keine Lösung! Es ist leider so das heute in sehr vielen Haushalten der Alk öffentlich rumsteht. Man sollte als Kind schon lernen das die Flaschen, wenn überhaupt,cebula nur für "Ältere" bestimmt ist.
  • Vorschlag schweinegrippchen – 09.11.09
    Völliges Alkoholverbot für alle Politiker. Schließung aller Hotel-Mini-Bars ab 18:00 Uhr.
  • @Buschi Blümel Rt66 – 09.11.09
    Danke für die klaren Statements, sowas liest man in den HAZ-Foren leider viel zu selten. Es geht mir zunehmend auf den Keks, dass Begriffe wie "Freiheit", "Eigenverantwortung" und "Mündigkeit" immerzu als Legitimation hervorgekramt werden, wenn es darum geht, gegen unbequeme Regeln anzugehen. Wir leben aber in keiner regellosen Anarchie sondern einer hochzivilisierten Gesellschaft, die gerade auf der Basis eines Kanons an Regeln funktioniert. Und unsere vielgescholtenen Politiker sind dazu da, diese Regeln zu formulieren. Ich wüsste nicht, wozu wir sie uns sonst halten?! Heißt ja nicht zu Unrecht "Legislative".

    Und was ist denn daran so furchtbar, nach 22 h keinen Alkohol mehr zu verkaufen? Wie wichtig ist dieser Stoff den Leuten schon geworden, dass hier ein solches Geheule losbricht! Wer einmal das Elend eines Alkoholikerdaseins hautnah miterleben durfte (und ich rede nicht von arbeitslosen Obdachlosen am Rande der Gesellschaft sondern von gebildeten, kultivierten Menschen, die in der Mitte der Gesellschaft hinter - zunächst noch - heilen Fassaden zur unglaublichen Belastung für ihre Freunde und Familien und natürlich sich selbst werden), wer sowas einmal erlebt hat, der wird jeden Schritt gutheißen, der junge Menschen davon abhält, in diese Falle zu gehen. Das hat mit Polizeistaat überhaupt nichts zu tun, sondern mit Verantwortung! Niemand will hier Alkohol verbieten, es geht nur darum, den Zugriff für bestimmte Gruppen und zu bestimmten Zeiten zu beschränken.
  • Wo ist das Problem? Verständnisloser – 09.11.09
    In Amerika dürfen Jugendliche vor dem 21. Lebensjahr keinen Alkohol trinken. Bei Verstößen gibt es harte Strafen. Außerdem gibt es "harte" Sachen nur in extra dafür lizensierten Shops - die übrigens auch nicht immer rund um die Uhr geöffnet haben. Um die Gehirne unserer sowieso schon so überforderten Kinder zu schonen und die körperliche und mentale Entwicklung nicht zu stören, sollten die Deutschen sich wirklich Gedanken über ihre liebgewonnenen "Hobbys" machen. Übrigens: Vereinzelte Kommentare hier sind an Polemik nicht zu überbieten. Ist eine sachliche Diskussion überhaupt noch möglich?
  • es war früher anders...aber wieso? barni – 09.11.09
    wie war es denn früher??? Also irgendwelchen Alkohol haben wir Kinder garnicht erst beachtet, wieso war das denn eine andere Erziehung???
    Wir durften auch mal als Kinder im Matsch spielen, ohne danach vollständig geduscht zu werden. Es gab doch bevor man konfamiert wurde kein Denken an "saufen" jedenfalls nicht bei Leuten die ich kenne und danach... ok mal n Glas Bier, aber das schmeckte eh noch nicht in dem Alter. Liegts daran das die Eltern heute den Kindern das saufen zeigen?
  • @Buschi Blümel Bedenkender – 09.11.09
    ...vergeuden Zeit und beschiessen sich mit Farbe...

    Das nennt man übrigens Sport. Ist nur im Auge des Betrachters vielleicht ein Kriegsspiel. Schach, Go, etc. gehören auch verboten - strategische Kriegsspiele.

    Schön, dass komplette Ignoranz und Intoleranz gepaart mit Unwissenheit hier so oft zu lesen sind. Auch das gibt ein Bild über die Gesellschaft, die ach-so unmündig ist.

    Was sie leider auch ist. Und immer schön vor-denken vor dem Schreiben, nicht nach-denken.

  • Verbote Heiko – 09.11.09
    Das es tatsächlich noch Leute gibt die meinen mit den Verboten die Probleme aus der Welt zu schaffen.
    Die Verbote sind doch nur Alibis für die Politiker. Wieso? Wir haben es doch verboten!
    Was ist denn nach der Erhöhung für die Alkopops passiert?
    Die Kiddies knallen sich jetzt den billigen Vodka in die Rübe und dafür benötigen die keine Tankstelle.
  • @Dela Buschi Blümel – 09.11.09
    @Dela
    Auch ich bin kein Freund von Überregulierung und zu viel Staat im Alltag. Aber nach ihrer Definition von ihrer Lebensmaxime wünschen Sie eine Anarchie und keine Demokratie. Eine Demokratie hat die Interessen der Allgemeinheit zu vertreten und diejenigen zu schützen, die den Horizont nicht haben, dies selbst zu tun. Genau das ist hier geschehen.
  • @poit Buschi Blümel – 09.11.09
    @poit
    Es ist schon richtig. Der Grat zwischen Regulierungswahn und gebotenen Präventionsmaßnahmen für den offenbar unmündigen Teil unserer Bevölkerung ist schmal.
    Aber speziell das Beispiel des nächtlichen Alkoholverkaufsverbots ist doch begründet. Man hat es doch erst mit Selbstdisziplin und Eigenverantwortung der Verkaufsstellen probiert. Es hat augenscheinlich nichts aber auch gar nichts gebracht. Was soll man denn da machen? Kapitulieren? Das Problem der besoffenen Jugendlichen nachts in Hannover ist doch evident. Wie -wenn nicht so- soll das denn gelöst werden? Gutgemeinte Appelle bringen doch nichts. Jeder ist sich selbst der Nächste. Jeder macht, was er will. Gleichgültig, ob er damit der Allgemeinheit schadet. Die Folgen bezahlen schon die anderen, scheinen alle zu glauben. Wenn dem so ist, dann hat doch die Allgmeinheit -vertreten durch den Staat- das Recht und die Pflicht, diesem Egoismus einen Riegel vorzuschieben.
  • Wann kommt der Alkoholtresor? Bedenkender – 09.11.09
    Was passiert, wenn Jugendliche sich an Elterns Bar vergreifen?

    Also wann kommt endlich der Alkoholtresor, für alle alkoholischen Getränke mit mehr 15%?

    Und die Kontrolle kann man ja - analog dem Waffengesetz und den Waffenschrankkontrollen in einigen Bundesländern - durch 1-Euro-Jobber erledigen lassen.

    Germanische Kontrollsucht muss ja auch befriedigt werden.

    Also wann kommt die Forderung das erste Mal???
  • @ B. Blümel und ähnliche Dela – 09.11.09
    Es tut mir leid, aber da bin ich wirklich anderer Meinung! Ich kann sehr wohl eigenverantwortlich handeln und denke, dass der Großteil der Bevölkerung ebenso dazu in der Lage ist.
    Was mich ein wenig stutzig macht, ist das Argument, Jugendliche davon abzuhalten, nachts auf den Straßen zu saufen. Habe ich da was verpasst, oder sollten Jugendliche ab 24.00 Uhr nicht sowieso von den Straßen verschwunden sein?
    Abgesehen davon möchte ich doch ein paar Dinge selbständig und eigenverantwortlich entscheiden dürfen und nicht wegen jedem Kleinkram überlegen müssen, ob ich das darf! Wenn ich mir plastinierte Leichen anschauen möchte, oder mich mit Farbkugeln beschiessen lassen möchte, ich das meine Entscheidung und ich schade damit niemanden! Diese Freiheit, dieses selbst zu entscheiden, liebe ich und hätte das auch gerne weiterhin so, ohne dass sich irgendwelche Hobbymoralaposter aufspielen und sich wichtig machen wollen!
    Dafür lebe ich in einer Demokratie und nicht in einer Diktatur!!!
  • @ B. Blümel poit – 09.11.09
    Sie haben im Prinzip Recht, nur braucht nicht „diese Gesellschaft“ mehr Verbote, sondern nur ein ganz bestimmter Teil von ihr. Das Problem ist doch, dass wir zunehmend entmündigt werden, weil wer auch immer nicht Herr gewisser Randgruppen wird. Auch wenn mir persönlich die Tanke nach 22:00 Uhr und vieles andere egal ist, frage ich mich doch: Was kommt da noch? Bis es dann auch den Richtig-so-Schreiern vielleicht ein bisschen eng wird in einer Welt voller Verbote.
  • @poit Buschi Blümel – 09.11.09
    @poit
    Warum muss denn der Staat so oft regulierend eingreifen? Doch nur, weil es mit der Eigenverantwortung nicht mehr weit her ist.
    Es wird gesoffen und geraucht und sich im Solarium der Hautkrebs eingebrannt bis der Arzt kommt und die Allgemeintheit am Ende die Heilbehandlungskosten zahlen kann. Es wird die Menschenwürde mit Füßen getreten, indem Leichen entwürdigend dargestellt werden und augenscheinlich nicht einmal ihr Einverständnis dazu gegeben haben.
    Menschen vergeuden ihre knappe Lebenszeit damit, sich im Wald mit Farbe zu beschießen.
    Und der geneigte HAZ-Leser regt sich über Verbote auf, ohne diese zu hinterfragen. Andere machen sich Sorgen, dass sie nachts im öffentlichen Staßenraum keinen Alkohol mehr kaufen können? Vielleicht ist es auch besser, wenn solche Leute zu Hause bleiben und sich daheim dem Alkohol hingeben. Man weiß es nicht....
    Wo ist diese Gesellschaft bloß hingekommen? Alle denken nur an Profit und ihr persönliches Wohl. Daran dass diese Verbote ihren Grund haben und eben nicht willkürlich sind, denkt keiner. Schade....
  • Der neue Trend: Alles verbieten poit – 09.11.09
    Rammstein, Plastinate, Glühbirnen, Rauchen, Alkohol, Paintball, Solarium, ... Das Leben gefährdet Ihre Gesundheit!
  • Richtig so Buschi Blümel – 09.11.09
    Dass diese Maßnahme Wirkung zeigt, hat sich bereits in anderen Bundesländern gezeigt. Scheinbar haben wir es mit einer "Jugendkultur" zu tun, der nur mit Verboten beizukommen ist. Schade und sorgenversprechend, dass dort eine solche Generation heranwächst.
    Ich begrüße jede Maßnahme, die saufende Jugendliche von unseren Straßen schafft. Niemand will -so glaube ich- Verhältnisse wie in England haben, wo Wochenende für Wochenende saufende, prügelnde und kotzende Jugendliche die Partymeilen bevölkern.
    Mein Mitleid mit der Tankstellenlobby hält sich übrigens in Grenzen. Die konnten doch jahrelang überteuerte Alkoholika an Jugendliche verkaufen und haben damit prächtig verdient. Dann sollte man jetzt auch mal leise treten, wenn verhindert werden soll, dass Jugendliche sich den letzte Funken Verstand wegsaufen und nicht darüber jammern, dass jetzt vielleicht die überteuerten Chips neben den ebenfalls überpreisten Bierdosen und Wodkaflaschen in den Regalen liegen bleiben.
  • @ JS edgar – 09.11.09
    Du bist gegen verbieten und erwartest an jeder Ecke Polizisten die Menschen bespitzeln. Aber schön dass Du für den Polizeistaat bist der Erziehungsfehler ahnden soll.
  • Willkür Fisch – 09.11.09
    Alkohol ist ein erheblich gefährlicheres Nervengift als z.B. THC. Was hier in Deutschland verboten wird und was erlaubt bleibt, ist also reine, von Lobbyisten gesteuererte Willkür. Übrigens billiger als Alkohol ist Paracetamol. Die letale Dosis für einen 70Kg Menschen kostet in der Apotheke ca. 1,50 EUR, rezeptfrei natürlich.
  • Erst Samstag wieder gesehen JS – 09.11.09
    Am Samstag wieder gesehen wie sich eine Gruppe von Jugendlichen gegen 21h am Bahnhof auf Ebene von Lidl bei den Bauabsperrungen den Vodka mit O-Saft gegeben haben. Standen da locker 20 Minuten, ohne dass da auch nur irgendwer irgendeiner Ordnungsmacht zu sehen war. Danach zog die Gruppe weiter ...
  • Kinder ab 22 Uhr Bani – 09.11.09
    Und was soll die Regelung bringen? Dann kaufen sie halt früher den Alkohol. Ab bestimmten Uhrzeiten sind dann auch mal die Erziehungsbrechtigten gefragt, was ihre Kinder noch so spät treiben.
    Und wenn die Kontrollen an den Kassen ausreichend wären, dann würden auch Kids nach 22 Uhr keinen Alkohol bekommen.

    Der Umsatz der Tanken und Supermärkte is mir dabei ziemlich egal, aber wenn man das Problem in den Griff bekommen möchte, sollte man vielleicht aufhören in Schulen und Ausbildung den Druck auf die Kinder städnig zu erhöhen und nicht ewig vorhalten, dass sie sowieso eine Versagergeneration sind. Wenn sich die Gesellschaft mal mit ihrer Zukunft auseinander setzten würde, und zwar ernsthaft, dann würde das viel mehr helfen, als solche aus blindem Aktionismus gewachsenen Gesetze!
  • Prävention edgar – 09.11.09
    Immer dieser Schrei nach Prävention, in welchen Fällen haben denn Präventionen schon Funktioniert, weder bei AIDS, Ladendiebstahl, Gewalt gegen Menschen oder, oder, gibt es große Veränderungen. Vielmehr ziehen sich Menschen die nach Prävention schreien aus der Verantwortung Entscheidungen zu fällen mit denen man sich bei seinen Kindern unbeliebt macht , es ist schon bedauerlich wenn Eltern nur um von ihren Kindern geliebt zu werden auf eine Erziehung die auch das Durchsetzen von Verboten enthält verzichten.
  • Die Kultur des Verbietens SJ – 09.11.09
    ...seit dem die CDU an der Macht ist, hat sich in Deutschland eine Kultur des "Verbietens" breit gemacht. Alle soziologischen Probleme wird eigentlich nur noch mit Verboten begegnet. Keine Auseinandersetzung, kein Angehen des Problems sondern nur der Symptome. Ob nun Internet-Zensur oder jetzt Alkohol: Erstmal verbieten.

    Was natürlich gänzlich auf der Strecke bleibt ist die Freiheit. Ja es bedeutet Freiheit wenn ich entscheiden kann wann ich was einkaufe. Und wenn diese Freiheit wegen einer kleinen Minderheit ( Besoffene Idioten im Vollrausch ) eingeschränkt wird, dann ist das kein demokratischer Akt im Sinne "der Wille des Volkes" sondern einfach ein weiteres Stück Verbotskultur.

    Denkt mal drüber nach, liebe Wieder-Wähler...
  • Wo ist das Problem? Boris – 09.11.09
    Im Ausland darf noch nichtmal tagsüber Alkohol an Tankstellen verkauft werden. Ein Verbot mindestens für Schnaps kann ich nur befürworten.
  • Verbot Brockenviech – 09.11.09
    So ein Schwachsinn.
    Lieber Alkohol gleich ganz verbieten, schließlich sind andere Drogen auch verboten - was trotzdem nicht dazu führt, das keiner sie konsumiert.
  • Tatsächlich LJA – 09.11.09
    hat man das Gefühl, auf diese Weise solle nur die, bei einigen Leuten unbeliebte, Liberalisierung des Ladenschlußgesetzes durch die Hintertür wieder ausgehebelt werden.
  • Bier to go Pandur – 09.11.09
    Eine der schönen Sachen in Hannover sind die vielen kleinen Kioske die noch bis spät in der Nacht auf haben. Und es ist einfach klasse sich im Sommer, nach einem tollen Abend im Park oder wo auch immer, noch schnell ein "Bier to go" holen zu können. Ich wüßte jetzt nicht, was ein Verkaufsverbot von Alkohol an den gegenwärtigen Regelungen an sinnvollen Veränderungen bringen würde. Werden Jugendliche nach 22 Uhr plötzlich älter oder sehen zumindest danach aus? Mal davon abgesehen das die Betreiber dieser kleinen Läden bestimmt nicht für den Fall so lange geöffnet haben, das einem spät am Abend einfällt, das man noch ein paar Eier braucht.
  • Klar ist das sinnvoll whoknows – 08.11.09
    Und zwar nicht nur aus Gründen des Jugendschutzes. Der Nachteinkauf in Tankstellen wurde erlaubt, um die Fahrfähigkeit des Fahrers zu erhalten, Alkohol ist dazu eher schädlich, sollte also nicht verkauft werden dürfen.

    Die Tankstellen sind natürlich dagegen, was allerdings in dieser Frage Gesamtgesellschaftlich völlig irrelevant ist.

    Also Landesregierung, nehmt Euch ein Beispiel an Euren Parteifreunden im Süden.
  • Alkohol Lindener – 08.11.09
    Was klingt den daran toll??
    Erst wird den Kneipenbesitzern die Hälfte des Umsatzes mit dem schwachsinnigen Rauchverbot genommen, jetzt sollen auch noch die Tankstellen bluten, die genau in dieser Zeit den Hauptumsatz machen dürften.
    Ich will mir jedenfalls nicht Vorschreiben lassen, wann ich mein Bier zu kaufen habe.
    Die Haltung des Landes Niedersachsen ist völlig richtig, hoffentlich kippt auch bald dieses depperte Rauchverbot, entscheiden sollen die Wirte selbst und kein anderer.

    Gruss
    Lindener
  • Gut gemeint ist meistens Schlecht gemacht Daniel Brunkhorst – 08.11.09
    Die Idee klingt natürlich toll: Weniger Möglichkeiten Alkohol zu kaufen sorgt für weniger Alkoholkonsum. Ob das aber funktioniert, ist fraglich. Die Jugendlichen werden ausweichen, entweder vor 22 Uhr mehr einkaufen oder aber – welch grandioses Ergebnis- einfach früher mehr trinken. Das Motto: „Wer um 10 noch nicht Sternhagelvoll ist, hat verloren.“ Wäre dann wohl zu erwarten. Statt mit Verboten zu arbeiten, sollten Stadt, Ministerium und Polizei lieber auf Prävention setzen.
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