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Aus der Stadt Kein Schultag wie jeder andere
Hannover Aus der Stadt Kein Schultag wie jeder andere
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20:49 27.03.2014
Wie entsteht eine Zeitung? 50 Schüler basteln in Gruppenarbeit eine eigene Seite mit selbstgeschossenen Fotos und Interviews. Quelle: Schledding
Hannover

Die riesigen Papierrollen in der Druckerei haben die zwölfjährige Emili Swerinow am stärksten beeindruckt. „Wir konnten sehen, wie sie durch die Maschinen laufen. Ich fand es richtig cool zu erleben, wie die Zeitung gedruckt wird.“ Mit ihrer besten Freundin Flora Rüth versuchte sich Emili am Donnerstag am Zukunftstag bei der Mediengruppe Madsack mit gut 50 weiteren Schülern auch selbst an der Zeitungsproduktion. In Gruppen gestalteten die 10- bis 16-Jährigen begeistert eigene „Zeitungsseiten“ mit Schere, Klebestift und Papier, führten Interviews und machten Fotos. Moritz Drechsler, Siebtklässler von der Leibnizschule, fand das ausgesprochen spannend und stellte am Ende fest: „Es ist wirklich viel Arbeit, bis eine Zeitung entsteht.“

Zeitung, Rathaus, Notaufnahme oder Altenpflege: Zahlreiche Schüler nutzten den jährlichen Zukunftstag für eine kleine Stippvisite in der Arbeitswelt.

Zahlreiche Schüler nutzten den jährlichen Zukunftstag für eine kleine Stippvisite in der Arbeitswelt. Ein ungewöhnliches Ziel hatte sich Amber Robertshaw von der IGS Badenstedt ausgesucht. Die Zehnjährige fütterte gemeinsam mit ihrer Mitschülerin Jenna Pferde und Schweine auf dem Bauernhof von Thomas Hüper in Ronnenberg. Hüper nahm die Mädchen auch mit zu seinem Rübenfeld, um Samen zu sammeln. Stolz zeigten sie später die kleinen blauen Kugeln. Dem Landwirt war es wichtig, dass die Kinder auch Grundlegendes über seinen bäuerlichen Betrieb und die Landwirtschaft erfahren. Der Unterschied zwischen Heu und Stroh ist den Schülerinnen jetzt geläufig. Doch wenn Mädchen einen Hof mit Tieren besuchen, geht es meist nicht nur um harte Fakten. Jenna gefiel es am besten, die Pferde zu streicheln. Und Amber hielt den Tag zur Erinnerung fest: „Ich habe von den Pferden und Schweinen Fotos gemacht.“

Volkswagen Nutzfahrzeuge nutzte den Tag, um Mädchen vermeintliche Männerberufe wie Industriemechaniker oder Mechatroniker nahezubringen und hatte 300 Schülerinnen zu Gast. Auch bei Continental, der Leibniz-Uni, Stadt, Regionsverwaltung, Amtsgericht und zahlreichen anderen Betrieben schauten Schüler vorbei.

Im Stephansstift schlüpfte der elfjährige Teymur Bunde in einen Alterssimulationsanzug: Schwere Bandagen, wackelige Schuhe sowie Kopfhörer und Brille vermittelten dem Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule das Gefühl, dass Gliedmaßen, Gehör und Augen nur noch eingeschränkt ihren Dienst leisten. „Es ist schwer, die Gelenke zu bewegen und sich auf etwas anderes als den eigenen Körper zu konzentrieren“, sagt Teymur. Fachkräfte des Stephansstifts informierten 27 Schüler über den Beruf des Altenpflegers und ließen sie ausprobieren, einander beim Aufstehen aus dem Bett zu helfen. Beim Basteln und Mittagessen lernten die Jungen und Mädchen Senioren aus dem Stift kennen. Teymur denkt jetzt darüber nach, ob Altenpfleger später ein Beruf für ihn wäre.

Von Bärbel Hilbig
 und Laura Kettler

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