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Kein Verfahren gegen SS-Mann aus Hannover

90-Jähriger ist verhandlungsunfähig Kein Verfahren gegen SS-Mann aus Hannover

Das Ermittlungsverfahren gegen einen 90-jährigen Mann aus der Region Hannover, der als ehemaliger SS-Angehöriger der Beihilfe zum vielfachen Mord bezichtigt wurde, ist von der Staatsanwaltschaft Hannover eingestellt worden. Er soll im Konzentrationslager Auschwitz aktiv gewesen sein.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. Die Einstellung des Verfahrens bestätigte Pressesprecherin Kathrin Söfker am Montag. Gegen den Mann wurde seit 2013 ermittelt. Wie Rechtsanwalt Michael Timpf erklärte, sei sein Mandant aufgrund seines hohen Alters und einer Erkrankung sowohl vernehmungs- wie auch verhandlungsunfähig. Außerdem sei das Ermittlungsverfahren wegen mangelnden Tatverdachts eingestellt worden.

Wie der hannoversche Anwalt sagte, sei der 90-Jährige in Auschwitz nicht im Konzentrationslager 1 – dem Vernichtungslager – tätig gewesen, sondern in Auschwitz 3, dem Lager Monowitz. Dort waren bis 1945 Zwangsarbeiter untergebracht, die für die IG Farben arbeiteten. Auch dort starben viele tausend Menschen aufgrund der verheerenden Lebensbedingungen; zahlreiche ausgezehrte, nicht mehr arbeitsfähige Insassen endeten in den nahen Gaskammern.

Die Ehefrau des 90-Jährigen soll ausgesagt haben, dass ihr Mann in Monowitz nur als Fahrer eingesetzt war, nicht als Wachmann. Welche Rolle der SS-Mann dort tatsächlich spielte, wird die Justiz nun aber nicht mehr aufklären. „Man mag darüber streiten, ob die Ermittlungen zu spät in Gang gesetzt wurden“, sagte Anwalt Timpf. Aufgrund der Verhandlungsunfähigkeit seines Mandanten sei der Einstellungsbeschluss aber auf jeden Fall gerechtfertigt.

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