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Keine Mahnungen in Hannover verschickt

Zensus-Software Keine Mahnungen in Hannover verschickt

Die bundesweite Software zur Aufbereitung der Daten für die Volkszählung Zensus 2011 läuft in Niedersachsen zwar etwas holprig, aber sie funktioniert. Anders als in Sachsen-Anhalt und Sachsen verschickt der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie LSKN zurzeit lediglich „charmante Erinnerungsschreiben“.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Das teilte LSKN-Vorstand Eckart Methner auf Antrage mit, nachdem der Norddeutsche Rundfunk und die „Mitteldeutsche Zeitung“ in Magdeburg am Donnerstag über massive Softwareprobleme in den beiden östlichen Bundesländern berichtet hatten. In Sachsen-Anhalt und Sachsen kamen online übermittelte Daten von Hauseigentümern zum Teil nicht in den Erhebungsstellen an. Die ersten Betroffenen haben bereits Mahnschreiben mit der Androhung eines Zwangsgelds von 300 Euro erhalten. Auch die Stadt Hannover hat nach Angaben eines Sprechers noch keine Mahnungen verschickt.

„Das System zur Aufbereitung der Daten ist ungeheuer komplex“, sagte Methner. Doch die Anlaufschwierigkeiten mit tagelangen Systemausfällen und Abstürzen seien bis Ende Juni behoben worden. Dazu zähle auch die Auszahlung der Aufwandsentschädigungen für die Zensushelfer, die im Auftrag der Kommunen und Landkreise mit Erhebungsbögen in ausgewählten Haushalten unterwegs waren. Ende Mai hatten Erhebungsbeauftragte in Hannover darüber geklagt, dass sie ihr Geld nach abgeschlossener Arbeit nicht bekämen, weil die Abrechnungssoftware erst im Juni zur Verfügung stand. Die Stadt hatte daraufhin begonnen, ihnen Abschläge auszuzahlen.

2,3 Millionen Haus- und Wohnungseigentümer wurden seit dem 9. Mai landesweit angeschrieben, ihre Daten entweder schriftlich oder online zu übermitteln. 86 Prozent dieser Bögen seien bereits ausgefüllt beim LSKN eingegangen, sagte Methner. „Das ist eine sehr gute Quote.“ 75 000 Fragebögen mussten noch einmal versandt werden, weil sie in den Haushalten abhandengekommen waren, 360 000 Eigentümer wurden mit einem freundlichen Schreiben an die Rücksendung erinnert, was bisher 235 000 Haus- und Wohnungseigentümer getan hätten. Erst ab Oktober erhielten säumige Eigentümer einen sogenannten Heranziehungsbescheid mit Fristsetzung und der Androhung eines Zwangsgeldes.

Die Probleme in Sachsen-Anhalt und Sachsen, wo an Grundeigentümer Mahnschreiben verschickt wurden, obwohl sie ihre Daten abgegeben hatten, begründet Statistik-Vorstand Methner mit dem dortigen Erhebungsverfahren. „Niedersachsen greift lediglich auf eine Datenbank zurück, Sachsen-Anhalt und Sachsen aber auf mehrere, sodass ein Hauseigentümer oder ein Eigentümerpaar bis zu viermal Post in derselben Angelegenheit bekämen. Geantwortet würde aber nur einmal, mit der Folge, dass sie dreimal angemahnt würden.

Mit ersten Ergebnissen der europaweiten Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung rechnen Fachleute frühestens Mitte, eher aber Ende 2012. Dann sollen die aktuellen Einwohnerzahlen vorliegen. Die Auswertung der weiteren Daten wird sich bis 2013 hinziehen.

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