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Aus der Stadt Keine Neuauflage für Sommernachtstraum
Hannover Aus der Stadt Keine Neuauflage für Sommernachtstraum
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00:16 02.09.2014
Von Michael Zgoll
Für den Sommernachtstraum ist gestern der letzte Vorhang gefallen. Quelle: Hagemann
Hannover

Man kann den Himmel ja verstehen, dass er anlässlich der letzten Vorstellung des „Sommernachtstraums“ im Herrenhäuser Gartentheater weinte. Aber hätte es nicht gereicht, wenn er ein paar Tränchen verdrückt hätte? Stattdessen goß es am Sonnabend phasenweise so heftig, dass die Sprünge der Schauspieler auf der Bühne regelrechte Fontänen verursachten, dass die mit Wäschetrockner und Fön bestückten Mitarbeiter hinter der Bühne es kaum schafften, die Kostüme von Puck, Hermia und Theseus zu entfeuchten. Aber trotz dieser Widrigkeiten: Der Schlussapplaus wollte und wollte kein Ende nehmen, und das Ensemble feierte das Finale des Shakespeare-Erfolgsmusicals bis in den frühen Morgen.

Im Gartentheater Herrenhausen hat der "Sommernachtstraum" Sonnabend sein großes Finale gegeben.

Fünf Spielzeiten lang begeisterte das Stück von Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig die Zuschauer in Herrenhausen, zu insgesamt 89 Vorstellungen kamen 65 000 Besucher. Besonders gut war die Auslastung in diesem Jahr, nachdem Veranstalter Hannover Concerts kundgetan hatte, dass bald Schluss mit lustig sei: Nach Auskunft von Pressesprecher Karsten Seifert waren diese 15 Vorstellungen zu 98 Prozent ausgelastet.

Wie das häufig so ist bei der letzten Aufführung, hatten die Schauspieler ein paar kleine Überraschungen in ihre Auftritte eingebaut, die aber nur Stammgäste als Abweichungen vom normal-verrückten Gang der Dinge identifizieren konnten. Dass die Helena alias Mirja Regensburg in einer Szene mit einem Fahrrad auf der Bühne aufkreuzte oder bei anderer Gelegenheit einen gasfüllten Luftballon-Mops mit sich führte – das passte und hätte auch schon früher gepasst. Dass sich Schauspieler mitten im Spiel ihre Hände in Pfützen waschen – spricht für Improvisationstalent. „Man hat gemerkt, dass sich das Ensemble die Lust an der letzten Vorstellung nicht vermiesen lassen wollte, und dem Publikum ging’s genauso“, meinte Produktionsleiter Jürgen Hoffmann. 

Zum Schlussapplaus kamen schließlich auch all die Maskenbildner, Tontechniker und Kostümschneider auf die Bühne, die gewöhnlich nicht im Rampenlicht stehen. Auch sie wurden gebührend bejubelt, trugen sie doch einen gehörigen Teil zur fantasischen Welt des „Sommernachtstraums“ bei. Nächstes Jahr, so sagte Jürgen Hoffmann, gebe es noch keine Pläne für ein neues Gartentheater-Stück, aber ab 2016 sei alles möglich – vielleicht sogar ein Comeback von Puck.

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