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Aus der Stadt Trinkwasser in Hannover birgt keine Gefahren
Hannover Aus der Stadt Trinkwasser in Hannover birgt keine Gefahren
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19:24 18.08.2017
Von Bernd Haase
Das Wasserwerk der Stadtwerke in Elze. Foto: Franson Quelle: Samantha Franson
Hannover

Am Donnerstag hatte der World Wide Fund for Nature (WWF) einen Report vorgelegt, in dem das Grundwasser der Region als „Nitratbrühe“ bezeichnet wurde. Zu erwarten sei, dass der Aufwand für die Aufbereitung steige und dadurch Trinkwasser teurer werde. Außerdem hatte der WWF noch auf Zusammenhänge zwischen Nitrat und Krebs und auf besondere Gefahren für Kleinkinder hingewiesen.

Richtig an der Darstellung des WWF ist, dass an drei von sechs Messstellen Grenzwerte für das Grundwasser überschritten werden. „Eine repräsentative Darstellung des Zustands des gesamten Grundwassers ist hierüber nicht möglich“, betont das Umweltministerium. Schon gar nicht dürfe vom Grundwasserzustand auf die Trinkwasserqualität geschlossen werden.

Die vom WWF angeführten Messstellen gehören zu einem EU-weiten Netz, das Nitratbelastungen aus landwirtschaftlichen Quellen anzeigen soll. Sie liegen deshalb in einer Tiefe von zwei bis fünf Metern. Das Trinkwasser wird aber aus 30 Metern Tiefe gezogen und braucht etwa 30 Jahre, bis es von der Oberfläche dort angelangt ist. „Auf dem Weg dorthin wird es gefiltert“, sagt Stadtwerkesprecher Carlo Kallen. Der Durchschnittswert für Nitrat im Trinkwasser der Region liege daher bei 2,1 Milligramm und damit weit unter den erlaubten 50 Milligramm pro Liter. Diese Angaben werden sowohl vom Umweltministerium als auch von der Region als unterer Wasserbehörde bestätigt.

Um die Sauberkeit des Wassers zu verbessern, haben die Stadtwerke in ihrem Hauptgewinnungsgebiet im Fuhrberger Feld Kooperationen mit Landwirten vereinbart. Diese begrenzt den Düngereinsatz mit dem Ziel, weniger Nitrat ins Grundwasser einzutragen.

Der WWF wiederum wirbt derzeit für einen Umbau der Landwirtschaft und führt als Gründe dafür vor allem Wasserbelastung und Artenschwund ins Feld. Die Organisation fordert mehr ökologischen Landbau. Der habe in der Region Hannover nur einen Anteil von vier Prozent an der gesamten Agrarfläche und liege damit noch unter dem bundesweiten Schnitt von 7,5 Prozent.

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