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Alles bleibt beim großen H

Autokennzeichen in der Region Hannover Alles bleibt beim großen H

Für die einen stand das BU für "Bauern unterwegs", das SPR für "Saupark-Rüpel" – andere indes sehen in lokalen Autokennzeichen einen Imagegewinn für die Städte in der Region Hannover. Eine Rückkehr zu den 1974 abgeschafften Nummernschildern wird es vorerst aber nicht geben: Rot-Grün hat der Forderung eine Absage erteilt.

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Kein "SPR" für Springe, kein "BU" für Burgdorf, kein "NRÜ" für Neustadt am Rübenberge: Es bleibt beim großen "H" in der Region Hannover.

Quelle: HAZ-Archiv/M

Hannover. Vielleicht müsste man mal wissenschaftlich untersuchen, ob sich Menschen tatsächlich über ihr Autokennzeichen mit ihrer Heimat identifizieren. Um dieses Thema ging es kürzlich zum wiederholten Mal im Verkehrsausschuss der Regionsversammlung. Zusammengefasst kann man sagen. Die CDU meint ja; die Regionsverwaltung sowie SPD und Grüne sagen nein. Weil Letztere die politische Mehrheit haben, wird es in der Region auch weiterhin nicht die früheren Landkreiskennzeichen BU für Burgdorf, NRÜ für Neustadt am Rübenberge und SPR für Springe geben.

Die früheren Kennzeichen waren seit 1974 nicht mehr ausgegeben worden, weil mit der Gebietsreform auch die Landkreise verschwanden. Seitdem herrscht in Hannover und dem Umland das H auf den Nummernschildern. Vor drei Jahren hat der Verkehrsminister die Nostalgieschilder wieder erlaubt, allerdings liegt die Genehmigung bei den Kommunen.

Die Region Hannover will im Gegensatz zu anderen nicht von der Möglichkeit Gebrauch machen. Mit dieser Haltung missachtet sie den Bürgerwillen, findet der CDU-Verkehrsexperte Oliver Brandt, seines Zeichens selber Burgdorfer. In zahlreichen Gesprächen sei er nach dem BU gefragt worden. „Die Wiedereinführung stellt für die jeweiligen Städte eine Stärkung des Images und des Wirtschaftsstandortes dar“, heißt es in dem CDU-Antrag für den Verkehrsausschuss.

Bei der Region ist man auch ums Image bemüht, und zwar um ein möglichst einheitliches. „Es ist doch fragwürdig, wenn Neustadt und Springe ein eigenes Kennzeichen haben dürfen, die wesentlich größten Garbsen und Langenhagen aber nicht“, sagte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. Stefan Winter (Grüne) sah mit den neuen alten Kennzeichen „die Einheit der Region ad absurdum geführt.“ Und natürlich musste unbedingt wieder ins Feld geführt werden, dass das Burgdorfer BU früher mit „Bauern unterwegs“ und das Springer SPR mit „Saupark-Rüpel“ gleichgesetzt wurde. Wofür – außer für Hannover – das H steht, weiß man nicht genau. Es behält auf jeden Fall sein Alleinstellungsmerkmal auf den Autokennzeichen.

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