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Sophia hilft Flüchtlingen mit Musik

„Our Mission is to help – Unsere Mission ist es, zu helfen“ Sophia hilft Flüchtlingen mit Musik

„Our Mission is to help – Unsere Mission ist es, zu helfen“, das weiß die elfjährige Sophia aus Kirchrode schon ganz genau. Mit einem selbst geschrieben Rap-Song auf der Internetplattform Youtube macht sie die Situation der Flüchtlinge zum Thema.

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„Die Menschen taten mir leid“: Sophia mit ihrer Mutter Rana Jafari und dem Internetvideo.

Quelle: Kutter

Hannover. Ihre Familie kam vor Jahren selbst aus dem Iran nach Hannover. Inzwischen besucht Sophia die Internationale Schule und engagiert sich jetzt für den Unterstützerkreis des Kirchröder Flüchtlingsheims.
Ob beim Spielen auf dem Spielplatz oder an anderen Stellen im Stadtteil – überall fiele jetzt auf, dass Flüchtlinge in der Stadt seien, sagt Sophia. Als sie in der Internationalen Schule ein Projekt starteten zum Flüchtlingsthema, musste sie nicht lange überlegen. Die Fünftklässlerin interviewte ihren Vater zu seinem eigenen Fluchtweg nach Deutschland.

Sie besuchte Martina Kuhnt, die Koordinatorin des Nachbarkreises der Kirchröder Unterkunft, und hörte, dass Decken, Küchenutensilien oder Schuhe dringend benötigt würden. „Die Menschen taten mir leid“, sagt sie. „Es fehlen ja ganz normale Alltagsdinge.“ Also stellte sie in der Schule Kisten auf, in die Schüler und Eltern Spenden legen können. „Bei manchen Aspekten wie dem Transport musste ich ihr natürlich helfen“, verrät Sophias Mutter Rana Jafari, „aber sonst hat sie alles alleine auf die Beine gestellt.“

Als zusätzliches Projekt kam der Elfjährigen dann die Idee für den Rap-Song. „Ich habe schon immer gerne Gedichte geschrieben“, sagt sie, daher sei ihr das Texten nicht allzu schwer gefallen. Mithilfe eines Computerprogramms erzeugte sie den passenden Beat – wie das geht, hat sie sich selbst beigebracht. Für den Hintergrund des Videos malte sie Menschen in allen Hautfarben. Die Schule bewertete sie für ihre Arbeit mit einer guten Note, doch die große Anerkennung kommt Anfang September: Dann wird ihr Video in Kirchrode aufgeführt. „Sehr sehenswert“ findet Koordinatorin Kuhnt das Video. Sie staunt über das Engagement der Elfjährigen. „Andere spielen in dem Alter vielleicht noch mit Puppen, Sophia dagegen hat über die Beschäftigung mit Flüchtlingen auch die Biografie ihrer eigenen Eltern für sich entdeckt und ruft jetzt alle auf, Menschen zu unterstützen, die einen langen Leidensweg hinter sich haben“, sagt Kuhnt. „Das ist doch ein tolles Signal.“

Von Elena Everding

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