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Aus der Stadt Kinder aus Afghanistan können wieder lächeln
Hannover Aus der Stadt Kinder aus Afghanistan können wieder lächeln
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22:10 25.08.2009
Von Nicola Zellmer
Drei Kinder aus Krisengebieten sind zurzeit zur Behandlung auf der Bult. Quelle: Michael Thomas

Während des Krieges in ihrer Heimat haben die Kinder schwere Verletzungen erlitten: Bei Leila und Reza sind durch Gasexplosionen fast ein Drittel der Körperoberfläche verbrannt, Sara hatte eine schwere Wurminfektion, die durch die Bauchdecke gebrochen war.

„Die Kinder waren zwar in einem Krankenhaus, aber das ist in Afghanistan keine Garantie für eine Heilung“, erklärt Mechthild Sinnig, Chefärztin in der Kinderchirurgie. Denn den Kliniken dort fehlt es am Nötigsten, auch an Schmerzmitteln und ausreichend Antibiotika. Stattdessen sind gefährliche, multiresistente Keime verbreitet. „Wer es nicht schafft, stirbt“, umreißt Sinnig die Chancen der kleinen Patienten.

Leila, Sara und Reza hatten Glück: Sie wurden von den Hilfsorganisationen „Friedensdorf International“ und „Kinder brauchen uns“ nach Deutschland geflogen. „In den vergangenen Jahren hatten wir immer mal einzelne Kinder aus Afghanistan“, sagt Sinnig. „In diesem Jahr bekommen wir fast nur Patienten aus diesem Land.“ Spendengeld für die Behandlung ist wegen der vielen Hilfsbedürftigen nicht übrig geblieben. „Aber wir haben die Kinder trotzdem genommen und versuchen, das Geld zusammenzubekommen“, sagt die Ärztin.

Rund 250 Euro kostet die Behandlung der Kriegsopfer pro Tag. Leila, die seit Anfang Juli auf der Bult ist, hat bis jetzt etwa 10.000 Euro „verbraucht“ – ein geringer Betrag, um ein Leben zu retten. Dennoch ist die Klinik auf Spenden angewiesen, auch deshalb, weil bereits ein weiteres Kind mit offenem Oberschenkelbruch und Hautverletzungen in einer Kabuler Klinik auf Behandlung wartet.

Spendenkonto: Kennwort: Kinder in Notlagen, Konto 18 18, Bank für Sozialwirtschaft, Bankleitzahl 25 12 05 10.

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