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Kinder in Hannover sollen kostenlos ins Museum

Plan der SPD Kinder in Hannover sollen kostenlos ins Museum

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche in den städtischen Museen: Mit diesem Plan will die SPD in den Wahlkampf gehen. Das bestätigt Belgin Zaman, stellvertretende Ratsfraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten. Ein entsprechender Passus soll ins Programm für die Kommunalwahl aufgenommen werden.

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Johanna (4) bestaunt die Schallplatten im Historischen Museum Hannover

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche in den städtischen Museen: Mit diesem Plan will die SPD in den Wahlkampf gehen. Das bestätigt Belgin Zaman, stellvertretende Ratsfraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten. Ein entsprechender Passus soll ins Programm für die Kommunalwahl aufgenommen werden. Zaman stellt sich auch eine Ausweitung auf andere Kultureinrichtungen in Hannover vor. „Der Museumsbesuch von Kindern scheitert zu oft am Geld“, sagt Zaman, die auch kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist. Das sei eines der Ergebnisse des Stadtdialoges. In die Museen gingen nur die finanziell besser gestellten Familien. Eltern mit wenig Geld könnten ihren Kindern Museumsbesuche oftmals nicht bieten.

Die kleine Johanna (4) entdeckt das Historische Museum Hannover.

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Das will die SPD jetzt ändern. Allen Kindern müsse der Besuch von Kultureinrichtungen ermöglicht werden, nicht nur den Kindern von Besserverdienenden. Nach einer vorläufigen Einschätzung von Zaman wären die finanziellen Auswirkungen eher gering. Sie geht nach ersten Berechnungen von Mindereinnahmen in Höhe von rund 10 000 Euro pro Jahr aus. Städtische Museen sind das Museum August Kestner am Trammplatz, das Historische Museum am Hohen Ufer, das Museum Schloss Herrenhausen und das Sprengel-Museum am Maschsee. Hannover müsse zu einer Kinder- und Jugendkulturstadt werden, sagt Zaman. „Deshalb müssen in diesem Bereich die finanziellen Barrieren beseitigt werden.“

Der SPD-Politikerin reicht das aber noch nicht. Auch alle von der Stadt bezuschussten Einrichtungen sollten ihre Preise für Kinder überdenken, meint Zaman. Beispielsweise seien bei der Staatsoper und im Schauspielhaus die Eintrittpreise für Kinder „viel zu hoch“. Zwar gehören die beiden Theater dem Land, sie erhalten aber auch Zuschüsse aus der Kasse der Landeshauptstadt. „Wenn Eltern mit Kindern in eines der Kindertheaterprojekte gehen, kostet das eine ganze Menge Geld“, sagt Zaman. Das dürfe so nicht sein.

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Kinder sollen kostenlosen Eintritt in Hannovers Museen erhalten. Eine gute Idee oder nur ein teurer Spaß?

Problematischer sei es beispielsweise mit dem speziellen Kindertheater, das sich auch weiterhin finanziell tragen müsse. „Hier müssen wir noch schauen, was für eine Lösung wir finden“, sagt Zaman.

Im Historischen Museum müssen Kinder ab zwölf Jahren zum Beispiel 4 Euro Eintritt zahlen, Erwachsene 5 Euro. Ähnlich sind die Eintrittspreise im Sprengel-Museum. Dort zahlen Kinder 3 Euro, Erwachsene 5 Euro. In der Oper kosten Karten für die derzeit laufenden Kinderproduktionen im Ballhof wie „Der gestiefelte Kater“ 17,50 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Schüler. 8 Euro kostet auch eine Schülerkarte in der mittleren Preiskategorie in der Staatsoper bei der derzeit aktuellen Ballettproduktion „Three is a Party“, Erwachsene zahlen für diese Plätze (zum Beispiel 3. Rang, 1. Reihe) 37 Euro. Deutlich teurer wird es für Kinder und Jugendliche auf den besseren Plätzen. In der zweiten Preiskategorie zahlen Schüler schon 32,50 Euro, Erwachsene 43 Euro.

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