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Aus der Stadt Wie fünf Mädchen gegen den Hundekot kämpfen
Hannover Aus der Stadt Wie fünf Mädchen gegen den Hundekot kämpfen
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00:17 22.05.2017
Von Mathias Klein
„Sei kein Schwein“: Die Plakate der „Tütchenpolizei“ werden abgerissen. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Die Idee entstand nach mehreren Unglücken: Häufig, wenn die Kinder aus der Nachbarschaft zu Maya Walther kamen, musste sie deren Schuhe erst einmal von Hundekot befreien, weil sie in Hundehaufen getreten waren. „Das ist hier immer schlimmer geworden“, berichtet die 76-jährige Hundebesitzerin aus Döhren. Vor einiger Zeit hat sie in der nicht besonders langen Kastanienallee 36 Hundehaufen gezählt.

Zu der ehemaligen Handarbeitslehrerin kommen jede Woche fünf Mädchen im Alter von neun bis zwölf Jahren, um Häkeln zu lernen. Mit den Kindern überlegte sie, was gegen den vielen Hundekot zu tun sei. Die Mädchen hatten dann schließlich die Idee, eine „Tütchenpolizei“ zu gründen. Hundebesitzer, die den Haufen ihres Tieres nicht beseitigen, sollten freundlich angesprochen werden. Die Mädchen haben Hundekottütchen dabei und geben diese den Hundebesitzern. Walther holte sich für die Bezeichnung die Erlaubnis der Döhrener Polizeistation. „Dort war man richtig begeistert“, berichtet sie.

Seit zwei Jahren geht die „Tütchenpolizei“ auf Streife. Viele Hundebesitzer seien gedankenlos, berichtet Walther. Wenn sie von den Mädchen angesprochen werden, heißt es oft, dass sie Hundesteuer bezahlten, und sie daher die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht beseitigen müssten.

Anfang Mai hängte die „Tütchenpolizei“ erstmals selbst gemachte Plakate auf. „Die wurden jetzt dreimal innerhalb von wenigen Stunden abgerissen“, berichtet Walther. Dennoch wollen sie und die Mädchen sich nicht entmutigen lassen, die Tütchenpolizei geht weiter auf Streife.

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