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Aus der Stadt Geburtenrekord sorgt weiter für Engpässe
Hannover Aus der Stadt Geburtenrekord sorgt weiter für Engpässe
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18:46 25.09.2017
Von Jutta Rinas
Sie haben einen Platz: Kinder der Kita Waldbären in der List beim Essen. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Schätzungen der Verwaltung zufolge wird die Zahl der Ein- und Zweijährigen im März des kommenden Jahres mit 10.842 Kindern einen neuen Höchststand erreichen. Das ergibt sich aus dem Halbjahresbericht 2017 zur Platzentwicklung in der Kinderbetreuung im Vorschulalter, der gestern im Jugendhilfeausschuss Thema war.

Gleichzeitig sind seit Oktober 2016 327 neue Krippenplätze entstanden. Die Stadt rechnet deshalb damit, die bis Anfang Oktober vergangenen Jahres errechnete Betreuungsquote von 54,5 leicht zu überschreiten.

Insgesamt gesehen kommt der Krippenausbau damit allerdings weiterhin nur sehr schleppend voran. Bereits Ende 2013, in dem Jahr also, als der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz gesetzlich eingeführt wurde, lag die Betreuungsquote bei den Ein- bis Zweijährigen bei rund 55 Prozent. Dass die Stadt bei den Krippenplätzen nicht vorankommt, hat auch mit dem anhaltenden Babyboom in Hannover zu tun. Wie stark die Zahl der Kinder gestiegen ist, zeigen die Daten aus dem Bericht auch sehr deutlich. Zum Vergleich: Im Juni 2015 lag die Zahl bei den Ein- bis Zweijährigen noch um rund 1000 Kinder niedriger. Insgesamt lebten damals 9822 Ein- und Zweijährige in Hannover. Dennoch birgt der schleppende Ausbau bei den Krippen für die Stadt auch Risiken. Denn Eltern können seit Einführung des Rechtsanspruches klagen.

Dazu kommt, dass sich das Betreuungsangebot bei den Drei- bis Fünfjährigen verschlechtern wird. Das ist dem Bericht zufolge eine Folge zurückliegender Geburtenanstiege und Zuzüge. Ein Mehr von 386 Kindern muss die Stadt in dieser Altersgruppe bis Ende 2017 in Kitas unterbringen. Das wird nicht klappen. Dem stehen nur 112 neu geschaffene Kindergartenplätze gegenüber.

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