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Kinderchirurgie Auf der Bult wird 140

So macht die OP Spaß Kinderchirurgie Auf der Bult wird 140

Die Geschichte der Kinderchirurgie in Hannover begann 1875 - heute werden jährlich rund 9000 Patienten im Kinderkrankenhaus Auf der Bult behandelt. Das 140-jährige Bestehen der Kinderchirurgie wurde am Montag mit praktischen Übungen für mehrere Schulklassen gefeiert. 

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Minimalinvasiver Eingriff: Schüler Sarkoat Talib Naxef operiert mit chirurgischem Gerät Gummibärchen aus einem Kürbis heraus.

Quelle: Wilde

Hannover. Die Kinder konnten beispielsweise aus Kürbissen mit Operationsbesteck Gummibärchen heraus-
operieren oder raten, was Röntgenbilder zeigen. Der Renner war die Gips­station – fast alle Schüler liefen schließlich mit eingegipstem Handgelenk herum.

Die Geschichte der Kinderchirurgie in dem 1863 gegründeten Krankenhaus begann im Jahr 1875. In diesem Jahr stellte die Hannoversche Kinderheilanstalt, so hieß das Krankenhaus damals, den ersten Kinderchirurgen ein. In einem englischen Buch über Medizingeschichte wird die Klinik als eine der ersten auf dem Kontinent mit einer kinderchirurgischen Abteilung genannt.

Chirurgen fügten Jungen abgetrennten Arm wieder an

Schnell erkannte man in Hannover den Bedarf dieser eigenen Disziplin. Vorher waren Kinder und Heranwachsende wie Erwachsene behandelt und operiert worden. In Hannover wurden medizinische Geräte und Werkzeuge speziell für die Kinderchirurgie entwickelt.
Im Jahr 1965 übernahm Ulrich-Echtner von der Leyen die Abteilung, die gleichzeitig auf 130 Betten erweitert wurde. Unter seiner Leitung entstand außerdem eine große Unfallambulanz, die sich auf Schul-, Kindergarten- und Spielplatzunfälle spezialisierte. Für Kinder mit besonderen Krankheiten wie einem unvollkommenen Verschluss der Wirbelsäule wurden Spezialsprechstunden eingeführt. Die behandelten Fälle wurden im Laufe der Jahre immer komplizierter.

1980 gelang eine aufsehenerregende Operation in der Kinderheilanstalt: Zwei Chirurgen fügten in einer achtstündigen Operation einem siebenjährigem Jungen einen durchtrennten Arm wieder an. Der Junge hatte auf einer Baustelle am Goetheplatz gespielt und sich mit einer herumliegenden Kreissäge den rechten Unterarm oberhalb des Handgelenks fast komplett abgetrennt. Der Junge konnte später die Hand wieder bewegen.

Ärzte behandeln jährlich rund 9000 Patienten

Heute behandelt die Chirurgie des Kinderkrankenhauses jedes Jahr rund 9000 Patienten nach Unfällen in der Schule, der Kita oder auf dem Spielplatz. Zur Kernkompetenz der Abteilung gehört zudem die operative Korrektur von angeborenen Fehlbildungen wie zum Beispiel dem Speiseröhrenverschluss oder dem Zwerchfellbruch.

In der Kinderchirurgie gibt es jedes Jahr rund 2450 Operationen, davon werden etwa 550 ambulant durchgeführt. Die Abteilung hat in diesem Jahr bisher 179 Fälle von Verbrennungen bei Jungen und Mädchen stationär behandelt, im vergangenen Jahr waren es 173 Fälle.     

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