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Kindergärten fehlen Ganztagsplätze

Engpass Kindergärten fehlen Ganztagsplätze

In der Region Hannover spitzt sich der Engpass bei den Ganztagsplätzen für Kindergartenkinder zu. Das geht aus dem aktuellen Kita-Bericht hervor, den die Verwaltung Donnerstag im Jugendhilfeausschuss vorstellte.

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Ausbau nötig: Regionsweit ist lange Betreuung gefragt.

Quelle: Monika Skolimowska

Hannover. Die Region erhebt einmal jährlich detaillierte Daten zur Kindertagesbetreuung für 16 der 21 regionsangehörigen Kommunen.

Der Grund dafür sind die Krippenkinder, die in den kommenden Jahren in die Kindergärten strömen. 92 Prozent von ihnen werden laut Kita-Bericht mittlerweile drei Viertel des Tages oder sogar ganztags betreut. Dem steht eine Quote von Dreiviertel- und Ganztagsplätzen im Kindergarten von bislang nur rund 69 Prozent gegenüber.

„Große Herausforderung“

Da in der Regel jedem Krippenkind beim Übergang in den Kindergarten ein Platz mit dem gleichem Betreuungsumfang angeboten werde, komme hier „eine große Herausforderung auf die Kommunen zu, dem Bedarf der Eltern gerecht zu werden“, sagte Sozialdezernent Erwin Jordan gestern. Man wolle verstärkt auf den flächendeckenden Ausbau von Kindergartenplätzen setzen.

Das ist nicht nur im Bereich der Kindergartenplätze, sondern auch bei den unter Dreijährigen nötig. Wie in der Stadt Hannover, so stieg auch in der Region im vergangenen Jahr die Geburtenrate. 2016 verzeichnete die Verwaltung dem Kita-Bericht zufolge einen Anstieg bei Kindern bis sechs Jahren um rund 830 Kinder. Neben einem Plus bei den Geburten sind für den Anstieg in der Region auch hinzugezogene junge Familien mit Kindern verantwortlich. Der Babyboom ist umso bemerkenswerter, als in der Region die Anzahl der Kinder lange Zeit stagnierte oder sogar rückläufig war.

Mehr Hortplätze für Kinder

Insgesamt leben in den 16 Kommunen, für die die Region als Jugendhilfeträger zuständig ist, mittlerweile 24 088 Kinder. Im Bereich der Krippen konnte die Verwaltung die Betreuungsquote für die Null- bis Zweijährigen immerhin ganz leicht steigern: von 36,5 auf 36,8 Prozent. Auch die Betreuungsqualität in dieser Altersgruppe verbesserte sich. Laut dem aktuellen Kita-Bericht ist mittlerweile in rund 94 Prozent aller Krippen in den Kommunen, für die die Region als Jugendhilfeträger zuständig ist, eine dritte Betreuungskraft beschäftigt. Auch im Hortbereich konnten mehr Kinder als im vergangenen Jahr betreut werden: Die Zahl der Hortkinder stieg um 318 auf insgesamt 13 207 Mädchen und Jungen.

Ausgerechnet im Kindergartenbereich allerdings, dem regionsweiten Problembereich der Drei- bis Sechsjährigen, ging die Betreuungsquote zuletzt um 2,7 Prozent zurück. Sie liegt dort jetzt bei genau 96,9 Prozent.

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