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So hat das 380-Gramm-Frühchen Mila überlebt

Auf der Bult So hat das 380-Gramm-Frühchen Mila überlebt

Dass es Mila so gut geht, grenzt an ein Wunder: Mit nur 380 Gramm Gewicht kam sie als Frühchen auf die Welt, mit Füßen so groß wie Büroklammern. Doch die Intensivmedizin im Kinderkrankenhaus Auf der Bult und die Fürsorge der Eltern haben Mila überleben lassen. Jetzt durfte sie nach 17 Wochen Krankenhaus nach Hause.

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Milas Fußabdruck bei der Geburt war nur so groß wie eine Büroklammer. Mittlerweile wiegt das Frühchen 3000 Gramm.

Quelle: dpa/Kinderkrankenhaus Auf der Bult

Hannover. Kinder wie Mila haben in der Regel wenig Chancen zu überleben. Im April kam das Mädchen nach 25 Schwangerschaftswochen mit nur 380 Gramm Gewicht im Perinatalzentrum des Kinder- und Jugendkrankenhauses Auf der Bult in Hannover auf die Welt. Diesen Donnerstag konnten Milas Eltern ihre kleine Tochter nach 17 Wochen mit nach Hause nehmen. „Mila hat sich prächtig entwickelt, wiegt jetzt fast drei Kilo und hat alle abschließenden Untersuchungen mit Bravour bestanden“, sagt Chefarzt Prof. Florian Guthmann.

In der Schwangerschaft war Patrick und Ann-Cathrin Vogt bald bewusst geworden, dass eine glückliche Geburt kaum zu erwarten war. „Wir hatten beschlossen, die Möglichkeiten der Intensivmedizin zu nutzen, wenn unsere Tochter Lebenswillen zeigt. Und das war deutlich“, sagt die Mutter. Mila konnte, mit Unterstützung, selbst atmen. „Es war sehr schwer zu sehen, wie winzig sie war. Aber es hat mir Mut gemacht, dass ich sie zwei Stunden nach der Geburt bereits im Inkubator berühren durfte“, berichtet Ann-Cathrin Vogt.

Die nur 26 Zentimeter große Mila kämpfte sich gemeinsam mit ihren Eltern, Ärzten und Pflegekräften ins Leben. „Die Entwicklung der Organe und des Immunsystems ist bei so früh geborenen Kindern bei Weitem nicht abgeschlossen“, sagt Guthmann. Die Aufgabe sei es, für ein so überaus empfindliches Kind eine Balance zwischen Intensivmedizin und Vermeidung von Stress zu finden.

Mila lag einige Wochen im Inkubator, in dem Wärme und Luftfeuchtigkeit ihren Bedürfnissen angepasst wurden. Sie durfte aber auch viele Stunden Haut-an-Haut mit ihren Eltern kuscheln. Bis Milas Mutter genug eigene Milch hatte, bekam das Baby künstliche Nahrung und gespendete Milch, die zuvor gründlich untersucht wurde.

Milas Eltern schliefen zunächst im Wohnmobil vor der Klinik, damit sie jederzeit bei ihrer Tochter sein konnten und halfen ihr, die notwendigen Behandlungen zu ertragen. „Die spürbare Nähe der Eltern war neben der medizinischen Behandlung ein ganz wesentlicher Faktor für die gute Entwicklung Milas“, glaubt Guthmann.

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