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Aus der Stadt Nach Kindesentführung: Kais B. aus Haft entlassen
Hannover Aus der Stadt Nach Kindesentführung: Kais B. aus Haft entlassen
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00:32 10.06.2018
Am Freitag will sich Anwalt Michael Hahne wieder mit seinem Mandanten Kais B. treffen – dann aber sicher nicht mehr im Gerichtssaal. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Der Tunesier Kais B. (40), der wegen Kindesentziehung gut zwei Jahre in Haft saß, ist am Donnerstag aus dem Gefängnis entlassen worden. Amtsrichterin Monika Pinski entschied im Einklang mit der Staatsanwaltschaft, den Beschluss zur Unterbringung in der U-Haft außer Vollzug zu setzen. Nachdem die Ärztin Katharina Schmidt ihre beiden Töchter Maryam (11) und Hanna (9) im Mai unter dramatischen Umständen aus Tunesien zurückholen konnte, hat sich Situation nach Auffassung des Gerichts grundlegend geändert: Es bestehe keine Wiederholungs-, Verdunklungs- oder Fluchtgefahr mehr.

Der Vater war im April 2018 erneut zu einer Haftstrafe – diesmal elf Monate – verurteilt worden, dagegen hatte Verteidiger Michael Hahne Berufung eingelegt.

Die Mutter der Kinder, Katharina Schmidt, äußerte sich sehr besorgt: „Ich habe Angst, besonders die große Tochter hat Angst.“ Ihr Ex-Mann habe sie und die Kinder in der Vergangenheit immer wieder bedroht.

B. muss sich nun einmal wöchentlich bei der Polizei melden. Sollte er sich seinen Töchtern in unangemessener Weise nähern, könnte der Haftbefehl wieder in Kraft treten. Nach Auskunft seines Anwalts wohnt der 40-Jährige vorerst beim Bruder in Hannover, will sich hier aber eine eigene Wohnung und Arbeit suchen. „Auch möchte er einen begleiteten Umgang mit den Töchtern zugesprochen bekommen“, so Hahne. Dann dürfte B. stundenweise unter Aufsicht mit den Kindern reden. Außerdem strebt der Anwalt an, dass die jüngste Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird.

Von Michael Zgoll

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