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Aus der Stadt Ein Leben für die Freiheit
Hannover Aus der Stadt Ein Leben für die Freiheit
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00:17 03.07.2016
Von Saskia Döhner
Ein Leben für die Freiheit: Regisseurin Cordula Kablitz-Post (Mitte) mit den Lou-Darstellerinnen Katharina Lorenz (li.) und Nicole Heesters. Quelle: Dröse
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Hannover.

Fünf Jahre habe sie an dem Film gearbeitet, erzählte die Regisseurin nach der Vorführung. Das Schwierigste sei die Finanzierung gewesen. "Ohne die Förderung von Nordmedia hätte es das ganze Projekt nicht gegeben", sagte Kablitz-Post.

Lou Andreas-Salome war ihrer Zeit immer weit voraus. Deshalb lässt die Filmemacherin sie aus Postkarten steigen, während alle anderen starr bleiben. Sie verdrehte vielen Männern den Kopf, lehnte zahlreiche Heiratsanträge ab, verstieß Friedrich Nietzsche, liebte Rainer Maria Rilke, studierte bei Sigmund Freud. 1861 in Petersburg geboren, als einzige Schwester von fünf Brüdern, wollte sie nie die traditionelle Rolle der Frau einnehmen, die ihre Mutter für sie vorgesehen hatte.

Regisseurin Kablitz-Post berichtete, sie habe eine Biografie über Lou als 17-Jährige gelesen. "Damals war ich in einer Punk-Phase und auf der Suche nach Vorbildern." Auch Katharina Lorenz, die Lou im Alter zwischen 21 und 50 spielt, in der Phase, als sie sich emanzipiert, sagt, sie sei vom Freiheitswillen der Frau, die 1937 in Göttingen starb, fasziniert gewesen. "Man kann viel über sie lesen, aber dann muss man sich davon frei spielen." Auch Nicole Heesters, die Tochter von Johannes Heesters aus erster Ehe, die den Part der alternden Diva übernommen hat, sagte, sie habe einen Satz, den Lous Vater ihrer Tochter mit auf den Weg gegeben habe, am entscheidendesten gefunden: "Werde die, die du bist."

Die Nachkommen von Lous Biografen Ernst Pfeiffer haben in Göttingen ein privates Museum errichtet: Nach dem Film werde die Besucherzahl in die Höhe schnellen, sind sie überzeugt.

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