Hannover. Die hannoversche Landeskirche sieht sich mit ihrer vor gut einem Jahr gestarteten Initiative gegen Rechtsextremismus auf Erfolgskurs. Im ganzen Land hätten sich Bündnisse mit rund 700 Aktiven der Initiative angeschlossen, sagte Leiter Pastor Klaus Burckhardt am Freitag in Hannover.
Die Initiative habe sich Neonazis bei Demonstrationen und Aktionen, aber auch mit Präventionsmaterial erfolgreich entgegenstellt. Das Engagement der Kirche gegen Rechts solle weiter ausgebaut werden und zusätzliche Unterstützer finden, meinte Burckhardt bei der ersten Vollversammlung der Initiative.
Überall dort, wo Neonazis in Niedersachsen auftreten, bietet die Initiative den Rechten Paroli. Gegen die Propaganda auf Schulhöfen mit Zeitschriften und Musik-CDs wurde Unterrichtsmaterial für Schüler entwickelt, auf einen Brandanschlag folgte noch am selben Tag eine Mahnwache und zur prompten Beseitigung rechter Schmierereien schlossen sich Aktive und Helfer kurz. Praktische Handlungshilfen wurden ins Internet (www.ikdr-hannover.de) eingestellt, etwa für den Fall, dass der eigene Sohn plötzlich rechte Musik hört oder in der Nachbarwohnung ein Rechtsradikaler einzieht.
dpa
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