Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Kirche bietet Gebäude für Flüchtlinge an
Hannover Aus der Stadt Kirche bietet Gebäude für Flüchtlinge an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 05.10.2015
Von Andreas Schinkel
Die Pfarrhäuser einiger Kirchen in Hannover sollen als Unterkünfte für Flüchtlinge genutzt werden.  Quelle: Surrey (Archiv)
Anzeige
Hannover

Das Angebot wurde am Mittwochabend dem Stadtkirchentag, einer Art Kirchenparlament, vorgestellt.

„Die Pfarrhäuser sind großzügig bemessen, dort ist Platz für mehrere Familien“, sagt Joachim Stever, Sprecher des Stadtkirchenverbands. Im Gespräch sei auch, den großen Saal im Haus der evangelischen Jugend in Linden für Flüchtlinge freizugeben. Der Saal ist zugleich Tagungsort für den Stadtkirchentag. „Auf die Immobilie hat der Stadtkirchenverband direkten Zugriff“, sagt Stever. Der Saal entspricht in etwa einer kleinen Turnhalle. Ob er wirklich belegt werden soll, müsse aber noch diskutiert werden.

Unklar bleibt, ob in weiteren der 61 Kirchengemeinden Hannovers Aufnahmekapazitäten bestehen. Darüber sei beim Stadtkirchentag nicht gesprochen worden, meint Stever. Da verwundert es nicht, wenn Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes fordert, die Hilfe in den Gemeinden besser zusammenzubinden und zu koordinieren.

Unkonkret ist weiterhin, wie viel Geld die Gemeinden in Hannover demnächst sparen müssen. Eine Summe stehe noch nicht fest, sagt Stever. Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann vergleicht das Finanzkonzept mit einem Fachwerkhaus, bei dem zunächst die Balken konstruiert werden müssten. Heißt im Klartext: Die Gemeinden müssen sich auf einen Sparkurs einstellen, sie wissen aber noch nicht, was auf sie zukommt. Teil des Konzepts ist, Gemeinden zu sogenannten Plangemeinden zusammenzulegen. Sie fusionieren nicht, müssen sich aber womöglich Pastorenstellen teilen. „Es wird wohl gewisse Härten geben“, sagt Stever.     

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Aus der Stadt Projekt „Musikalische Grundschule“ - 500 Kinder feiern am Opernplatz

Mit Musik geht alles besser: Das haben rund 500 Kinder auf dem Opernplatz bewiesen. Sie feierten den zehnten Geburtstag des Projekts Musikalische Grundschule – und ließen 400 Luftballons steigen. Beim Geburtstagsständchen bekamen die Nachwuchstalente prominente Unterstützung: Jazz-Star Till Brönner gab den Ton an.

Juliane Kaune 05.10.2015

Bei den Vertragsverhandlungen im Ihme-Zentrum macht die Stadt jetzt Druck. Bis zum Ende dieses Jahres erwartet die Verwaltung von dem neuen Investor und Haupteigentümer, der Berliner Intown-Gruppe, ein Sanierungs- und Entwicklungskonzept für die brachliegenden Gewerbeflächen. 

Juliane Kaune 05.10.2015
Aus der Stadt Kommentar zur Straßenumbenennung - Die Flucht aus der Geschichte

Zahlreiche Straßen Hannovers sind nach fragwürdigen Persönlichkeiten benannt. Sie nur umzubenennen, ist simpel und oft sogar geschichtsvergessen. Das Thema erfordert mehr Kreativität. Ein Kommentar von Simon Benne.

Simon Benne 05.10.2015
Anzeige