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Tarifforderungen

Kita-Streik geht Donnerstag in Hannover weiter

Von Bärbel Hilbig

Der Streik der kommunalen Mitarbeiter im Erziehungs- und Sozialdienst für einen Tarifvertrag zur Gesundheitsvorsorge soll in Hannover am Donnerstag, Freitag, Montag und Dienstag fortgesetzt werden.
© Frank Wilde

In den meisten Umlandkommunen streiken Erzieherinnen und Sozialarbeiter an diesem Mittwoch, Donnerstag und Montag. In Laatzen wird der Ausstand Donnerstag, Freitag und Montag fortgesetzt.

In Hannover sind Kommunaler Sozialdienst, Jugend- und Familienberatung, die städtischen Kindertagesstätten, das Familienservicebüro, die offene Kindern- und Jugendarbeit, Heimverbund sowie Seniorenberatungsstellen betroffen. Stadtverwaltung und ver.di haben eine Notdienstvereinbarung getroffen. In den vier Notfall-Kitas Waldstraße (Misburg), Neue Straße (Wettbergen), Haltenhoffstraße (Nordstadt) und Brüder-Grimm-Weg (Ahlem) stehen 260 Betreuungsplätze bereit, die vor allem Kindern von berufstätigen Alleinerziehenden vorbehalten sind. Die Stadt informiert unter Telefon (0511) 16846321. In den übrigen Kommunen gibt es nur noch für Langenhagen eine Notdienst-Vereinbarung. Dort bieten drei Kitas insgesamt 151 Plätze.

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  • Es geht um unsere Kinder G. Weil – 12.06.09
    KOMMENTAR ZU HAZ-ONLINE ARTIKEL

    Herr Wellner liegt mit seiner Bemerkung, sollen sich doch die zukünftigen zahlreichen Arbeitslosen um ihre Kinder selbst kümmern, gar nicht so weit weg von der bereits jetzt bestehenden Realität in manchen so genannten "Offenen Ganztagsschulen" und in den Verlässlichen Grundschulen. Dort ist der planmäßige Einsatz von nicht qualifiziertem Personal gang und gäbe, weil keine Mindeststandards für die Qualifakition des Personals vorgeschrieben sind, die in Randstunden, bei Vertretungsunterricht oder bei nachmittäglichen Spieleangeboten die Grundschulkinder "beaufsichtigen" sollen. Immerhin spricht man von Beaufsichtigung, denn von Bildung kann dabei wahrlich keine Rede sein.
    Die Entlohnung ist kaum mehr als ein Taschengeld. Das ist nicht weiter verwunderlich denn selbst ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher (fünf Jahre Ausbildungszeit!) verdienen nicht gerade üppig.
    Die Frage ist doch: Wollen wir das so hinnehmen? Dann haben wir bald mexikanische Verhältnisse, wo bei einem Kita-Brand zahlreiche Kinder um's Leben kamen, weil zu wenig und zudem unzureichend qualifiziertes Personal und fehlende Brandschutzvorkehrungen eine Tragödie auslösten.
    Oder wollen wir mehr tun für unsere Kinder? Eine gute Frühförderung in gut ausgestatteten Kitas, die allen Kindern zu Gute kommt, auch denen, die von zu Hause aus weniger gute Startchancen haben?
    Dann ist Herr Wellners Kommentar hier allerdings völlig deplatziert!
    Georg Weil
  • Unsinn D. Wellner – 10.06.09
    die sollen mit ihrem schwachinnigem Streit mal langsam aufhören. Sonst braucht die bald kein Mensch mehr.

    Aus Karstadt kann man lernen: nur an den eigenen Geldbeutel denken bringt gar nichts, wenn es dem Rest der Gesellschaft schlecht geht. Und je mehr Arbeitslose, desto weniger Kitas werden benötigt. Kindererziehung kann auch der demnächst arbeitslose Partner übernehmen. Und die Explosion der Arbeitslosenzahlen steht diesem Land noch bevor.

    Wenn sie schon streiken wollen, sollen sie gegen die Gleichmacher- und Abzockepolitik der Regierung streiken. Aber das hätten sie machen sollen, BEVOR das Kind in den Brunnen gefallen ist. So vor einigen Jahren.

    Jetzt - sprich die nächsten 2...4 Jahre - wird sich das Land erst mal mit der Massenarbeitslosigkeit arrangieren müssen. Da werden auch die heute Streikenden noch mit Wehmut an die Zeit zurückdenken, als sie überhaupt noch einen Job hatten.

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