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Kita-Streiks wohl erst nach den Ferien

Nach der gescheiterten Schlichtung Kita-Streiks wohl erst nach den Ferien

Eltern müssen sich nach der gescheiterten Schlichtung voraussichtlich für die Zeit nach den Sommerferien auf einen neuerlichen Kita-Streik einstellen. „Die nächsten ein bis zwei Wochen wird Verdi seine Mitglieder eher nicht zum Streik aufrufen“, verriet Verdi-Fachbereichsleiter Martin Peter der HAZ.

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Hannovers Kita-Stadtelternrat würde es begrüßen, wenn die Streiks vermieden werden könnten, sagt dessen Vorsitzender Georg Weil.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Verlässliche Angaben, ob und wann gestreikt werde, könne er derzeit aber noch nicht machen, sagte Peter. Er kündigte allerdings an, dass die Gewerkschaft zu „unkonventionellen Streikmethoden“ greifen wolle, wenn es bei den Verhandlungen mit den Kommunen keine Einigung gebe. Der Gewerkschaftsmitarbeiter betonte, dass die Streikbereitschaft sowohl bei den Erzieherinnen und Erziehern als auch bei den Sozialarbeitern nach wie vor sehr hoch sei.

Am Donnerstag treffen sich die Tarifparteien zu Gesprächen. Bereits am Dienstag tagt die Tarifkommission von Verdi, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Im hannoverschen Rathaus will man unterdessen zunächst abwarten, wie die Verhandlungen laufen und welche möglichen Schritte Verdi dann plant. Sollte es eine Streikankündigung geben, werde die Stadtverwaltung wieder mit der Gewerkschaft über die Einrichtung von Notgruppen verhandeln, sagte Rathaussprecherin Konstanze Kalmus. Bereits am Sonntag hatte Hannover Personaldezernent gegenüber der HAZ Harald Härke angekündigt, dass die Stadt alles tun werde, um den von einem möglichen Streik betroffenen Eltern zu helfen.

Hannovers Kita-Stadtelternrat würde es begrüßen, wenn die Streiks vermieden werden könnten, sagt dessen Vorsitzender Georg Weil. Allerdings habe sein Verband keine Mittel, sich gegen einen Streik zur Wehr zu setzen. Weil betont andererseits, dass der Stadtelternrat sehr gerne gut bezahlte Erzieher in den Kitas haben wolle.

Am Wochenende hatte Verdi-Chef Frank Bsirske die Schlichtung für die bundesweit 240 000 Erzieher in kommunalen Kitas und Sozialarbeiter für gescheitert erklärt. Zuvor hatte fast 70 Prozent der betroffenen Verdi-Mitarbeiter in einer Befragung das Schlichtungsergebnis abgelehnt.

In Hannover werden von den insgesamt rund 440 Kindertagesstätten 39 von der Landeshauptstadt betrieben. Im Mai und Juni hatten die Erzieher rund vier Wochen gestreikt. Die Stadt hatte in dieser Zeit Notgruppen eingerichtet. Andere Kitas waren von den Eltern übernommen worden. Viele Eltern hatten sich auch mit gegenseitiger Betreuung geholfen oder hatten ihre Kinder zu den Großeltern gebracht. Einige Eltern hatten auch Urlaub nehmen müssen, weil sie keine andere Betreuungsmöglichkeit fanden.

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