Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Kita-Streiks wohl erst nach den Ferien
Hannover Aus der Stadt Kita-Streiks wohl erst nach den Ferien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 13.08.2015
Von Mathias Klein
Hannovers Kita-Stadtelternrat würde es begrüßen, wenn die Streiks vermieden werden könnten, sagt dessen Vorsitzender Georg Weil. Quelle: Frank Wilde
Anzeige
Hannover

Verlässliche Angaben, ob und wann gestreikt werde, könne er derzeit aber noch nicht machen, sagte Peter. Er kündigte allerdings an, dass die Gewerkschaft zu „unkonventionellen Streikmethoden“ greifen wolle, wenn es bei den Verhandlungen mit den Kommunen keine Einigung gebe. Der Gewerkschaftsmitarbeiter betonte, dass die Streikbereitschaft sowohl bei den Erzieherinnen und Erziehern als auch bei den Sozialarbeitern nach wie vor sehr hoch sei.

Am Donnerstag treffen sich die Tarifparteien zu Gesprächen. Bereits am Dienstag tagt die Tarifkommission von Verdi, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Im hannoverschen Rathaus will man unterdessen zunächst abwarten, wie die Verhandlungen laufen und welche möglichen Schritte Verdi dann plant. Sollte es eine Streikankündigung geben, werde die Stadtverwaltung wieder mit der Gewerkschaft über die Einrichtung von Notgruppen verhandeln, sagte Rathaussprecherin Konstanze Kalmus. Bereits am Sonntag hatte Hannover Personaldezernent gegenüber der HAZ Harald Härke angekündigt, dass die Stadt alles tun werde, um den von einem möglichen Streik betroffenen Eltern zu helfen.

Hannovers Kita-Stadtelternrat würde es begrüßen, wenn die Streiks vermieden werden könnten, sagt dessen Vorsitzender Georg Weil. Allerdings habe sein Verband keine Mittel, sich gegen einen Streik zur Wehr zu setzen. Weil betont andererseits, dass der Stadtelternrat sehr gerne gut bezahlte Erzieher in den Kitas haben wolle.

Am Wochenende hatte Verdi-Chef Frank Bsirske die Schlichtung für die bundesweit 240 000 Erzieher in kommunalen Kitas und Sozialarbeiter für gescheitert erklärt. Zuvor hatte fast 70 Prozent der betroffenen Verdi-Mitarbeiter in einer Befragung das Schlichtungsergebnis abgelehnt.

In Hannover werden von den insgesamt rund 440 Kindertagesstätten 39 von der Landeshauptstadt betrieben. Im Mai und Juni hatten die Erzieher rund vier Wochen gestreikt. Die Stadt hatte in dieser Zeit Notgruppen eingerichtet. Andere Kitas waren von den Eltern übernommen worden. Viele Eltern hatten sich auch mit gegenseitiger Betreuung geholfen oder hatten ihre Kinder zu den Großeltern gebracht. Einige Eltern hatten auch Urlaub nehmen müssen, weil sie keine andere Betreuungsmöglichkeit fanden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

In Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen stehen die Zeichen erneut auf Streik. Nach dem von der Gewerkschaft Verdi erklärten Scheitern der Schlichtung bangen die Eltern um die Betreuung in den nächsten Wochen. Ein besonderes Problem könnte ein Streik für die anstehende Eingewöhnung bedeuten.

Johannes Dorndorf 13.08.2015

Nachdem die Gewerkschaften den Schlichterspruch im Kita-Tarifkonflikt nicht akzeptieren, drohen wieder Streiks. Was erwartet die Familien im Calenberger Land?

13.08.2015

Auf den Donnerstag schauen Eltern jüngerer Kinder und Kommunen seit dem Wochenende gleichermaßen gespannt: Dann fällt möglicherweise die Entscheidung über eine Streikfortsetzung in den Kitas und Horten.

13.08.2015
Aus der Stadt Trend geht zum Kaiserschnitt - Zu hip für die natürliche Geburt?

Der Appell der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) an die niedergelassenen Frauenärzte, den Trend zu immer mehr Geburten per Kaiserschnitt zu stoppen, stößt auf breite Zustimmung.

Gabi Stief 13.08.2015
Aus der Stadt Nach Veröffentlichung von Fotos - Fall Bernd M. bleibt weiter rätselhaft

Nach der Veröffentlichung eines Fotos des Mordopfers Bernd M., dessen Leichenteile vor einer Woche aus dem Mittellandkanal geborgen worden waren, sind bei der Mordkommission bislang 70 Hinweise eingegangen. Eine heiße Spur ist allerdings nicht darunter.

Tobias Morchner 13.08.2015
Aus der Stadt Schwerpunkt in der Nacht zu Dienstag - Wetterdienst warnt vor Starkregen in Hannover

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Dauerregen in der Region Hannover. Mit den extremen Niederschlägen sei von Montagabend bis Dienstagmorgen, 6 Uhr, zu rechnen. Teilweise werde die Schwelle zu einem Unwetter überschritten.

10.08.2015
Anzeige