Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Kitaplätze decken vorerst den Bedarf
Hannover Aus der Stadt Kitaplätze decken vorerst den Bedarf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 01.09.2014
Von Bernd Haase
Ene, mene, muh – drin bist du: Die Suche nach einem Kindergartenplatz führt bei Eltern immer wieder zu schlaflosen Nächten. Quelle: Kleinschmidt
Anzeige
Hannover

„Wir müssen dafür ein europaweites Bieterverfahren durchführen“, erklärt Sprecherin Konstanze Kalmus. Wann dieses beendet sein wird, könne sie derzeit nicht sagen. Damit bleibt es zunächst dabei, dass Eltern ihren Nachwuchs bei den Einrichtungen direkt anmelden müssen.

Für das laufende Kindergartenjahr rechnet die Verwaltung damit, dass die vorhandenen Plätze den Bedarf decken und der bestehende Rechtsanspruch auf Betreuung erfüllt werden kann. „Es gibt vereinzelt Wartelisten, und nicht jeder wird seinen Wunschplatz erhalten. Aber insgesamt kommen alle unter“, sagt Kalmus. Für Kinder ab drei Jahren stehen stadtweit knapp 13 800 Plätze in städtischen Kitas und in solchen privater Träger zur Verfügung. Rein rechnerisch entspricht das einer Quote von 102 Prozent, das Angebot übersteigt also den Bedarf. Andererseits hatten in der Vergangenheit besonders in der List, der Südstadt, in Ricklingen, in Linden und im Stadtbezirk Mitte Eltern darüber geklagt, dass keine wohnortnahen Plätze zur Verfügung stehen. Die Stadt will deshalb neue schaffen, steht aber vor dem Problem, dass besonders in dicht besiedelten Stadtteilen die dafür benötigten Räume nur schwer zu finden sind.

Für die kleineren Kinder kann die Stadt mehr als 5200 Plätze anbieten, damit steht für mehr als jedes zweite hannoversche Kind in diesem Alter einer zur Verfügung. „Das ist derzeit auskömmlich“, sagt Kalmus. Weil aber auch hier mit steigender Nachfrage gerechnet wird, richtet die Stadt bis zum Sommer kommenden Jahres mehr als 230 weitere Plätze ein.

An dem zentralen Anmeldesystem bastelt die Stadt seit geraumer Zeit. Befürworter erhoffen sich davon, dass die Wartezeiten zwischen Anmeldung und Zusage kürzer werden und die häufig damit verbundene Unsicherheit für die Eltern vor allem im Hinblick auf berufliche Perspektiven gemindert wird. In einigen Fällen können diese, bedingt durch Nachrückverfahren, bis zu sechs Monaten dauern. Außerdem führe die aktuelle dezentrale Anmeldung zu Stress, weil jede Einrichtung die Prozedur anders handhabt. In Einzelfällen müssen Eltern sogar Bewerbungsmappen vorlegen, inklusive Fotos von ihnen und ihren Kindern. Und schließlich könne das System übersichtlicher gestaltet werden. Bisher melden Eltern ihre Kinder oft zeitgleich bei mehreren Kitas an, ohne dass die Einrichtungen untereinander davon erfahren.

Wegen dieser Gemengelage organisieren einige Städte in Deutschland wie etwa Bremen nicht nur die Anmeldung zentral, sondern auch die folgende Platzvergabe. Das war in Hannover vor einiger Zeit ebenfalls in der Diskussion, letztlich aber verworfen worden. Zur Begründung hieß es, der persönliche Kontakt zwischen Eltern und Erziehern sei wichtig. Deshalb sollten die Kindergärten auch weiterhin darüber entscheiden dürfen, wen sie letztendlich zur Betreuung aufnehmen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sommerferienzeit ist in Hannover auch immer Baustellenzeit. Anfang nächster Woche kommen zu den bestehenden weitere an großen Straßen hinzu – einige nur für wenige Tage, andere bis in den Herbst hinein.

Bernd Haase 30.08.2014

Er gab sich in hannoverschen Kliniken als Notfallpatient aus, verbrachte geruhsame Tage im Krankenbett – und bestahl am Ende seine Zimmernachbarn. Jetzt hat das Amtsgericht den 35-Jährigen verurteilt.

Michael Zgoll 01.09.2014

Es ist vieles neu bei Hannover 96 in diesem Jahr, und nach Stand der Dinge ist vieles davon gut. Nur für die neuen Getränkebecher im Stadion gilt das nicht, meinen die Vertreter sehr verschiedener Gruppen. Von der Deutschen Umwelthilfe bis zu den Fans in der Nordkurve.

01.09.2014
Anzeige