Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Klärwerk soll nach Modernisierung weniger stinken
Hannover Aus der Stadt Klärwerk soll nach Modernisierung weniger stinken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 02.12.2016
Von Andreas Schinkel
In die Jahre gekommen: Das Klärwerk muss modernisiert werden. Quelle: Katrin Kutter
Anzeige
Hannover

In vertraulicher Sitzung hat die Ratspolitik bereits über das Vorhaben diskutiert. „Im kommenden Jahr beginnen wir mit den ersten Baumaßnahmen“, sagt Hans-Otto Weusthoff, Bereichsleiter für Planung und Bau bei der Stadtentwässerung. Er versichert zugleich, dass sich der Umbau des Klärwerks nicht auf die Abwassergebühren auswirke. „Es wird in den nächsten Jahren keine Erhöhung geben“, sagt Weusthoff. Langfristig sei ein Preisanstieg zwar nicht auszuschließen, aber keinesfalls auf den Umbau zurückzuführen.

Ein Vorteil des neuen Klärwerks für alle Anwohner Herrenhausens und Besucher der königlichen Gärten liegt darin, dass weniger unangenehme Gerüche entweichen. Im Jahr 2022 soll der gesamte Umbau abgeschlossen sein.

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Stadtentwässerung hat in Herrenhausen ein Rohrleitungssystem aufgebaut, damit der Umbau des Klärwerks im laufenden Betrieb stattfinden kann. Sichtbarstes Zeichen sind die sogenannten Rohrbrücken im Stadtteil, etwa über dem Dünenweg.

Die Bauarbeiten werden sich auf das Gelände des Klärwerks konzentrieren. Im Gespräch ist noch, wie die Baustellenzufahrt organisiert wird, möglicherweise über einen direkten Anschluss an die Bundesstraße 6. Untrügliches Zeichen für den Wandel beim Klärwerk wird der Abriss des Faulturms sein, den etliche Pendler von der B 6 aus erkennen können. „Der Turm wurde in den Siebzigerjahren erbaut und ist veraltet“, sagt Weusthoff. Er wird durch zwei neue Faultürme ersetzt. Viele Gebäude auf dem Gelände der Kläranlage seien marode, sagt der Bereichsleiter.

Alt gegen neu, so lautet das Prinzip des Klärwerk-Umbaus. Die gesamte Anlage bekommt neue Blockheizkraftwerke, alle Neubauten werden energetisch auf dem aktuellen Stand errichtet. „Während der Bauarbeiten wird es zu keinen Geruchsbelästigungen für die Stadtteilbewohner kommen“, versichert der technische Leiter der Stadtentwässerung.

Man werde sich auch Gedanken machen, wie die Abwässer künftig noch besser gereinigt werden können. „Ein Thema sind bei uns zum Beispiel die Mikroplastikteilchen“, sagt Weusthoff. Damit meint der Techniker winzige Kunststoffpartikel, die in die Nahrungskette gelangen und auch das Abwasser belasten. Die Teilchen stammen meist aus Verpackungsmaterialien und Kosmetika.

Sozialtrakt wird teurer: Auf dem Gelände der Stadtentwässerung in Hainholz wird ein neuer Sozialtrakt für die Mitarbeiter errichtet, mit modernen Duschen und Garderoben. Die Kosten für den Neubau erhöhen sich von 7,9 auf 8,5 Millionen Euro. Die Aufenthalts- und Umkleidemöglichkeiten für die Arbeiter werden vergrößert.

Die Nachrichten aus Hannover und Niedersachsen auf einen Blick: Mit „HAZ live“ lesen Sie ab 6 Uhr alles Wichtige im Newsticker. Heute: Wegen der Vogelgrippe gilt ein Sperrbezirk, Eckart von Hirschhausen tritt im Theater am Aegi auf, Peter Müller hält einen Festvortrag bei der Juristischen Studiengesellschaft.

29.11.2016

Rund 370 Flüchtlingskinder im Alter zwischen null und sechs Jahren leben derzeit mit ihren Eltern in Gemeinschaftsunterkünften in Hannover. Für sie hat die Verwaltung jetzt ein besonderes Projekt  zum Erlernen der Sprache entwickelt.

Jutta Rinas 01.12.2016

Wegen der Vogelgrippe dürfen Katzen ab heute in Teilen von Stadt und Umland draußen nicht mehr frei herumlaufen. Hunde müssen in bestimmten Gebieten zudem an der Leine geführt werden. Damit soll verhindert werden, dass das Vogelgrippe-Virus verbreitet wird. Wird die Anordnung verletzt, droht ein Bußgeld.

29.11.2016
Anzeige