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Modernes Klärwerk soll weniger stinken

186 Millionen Euro Kosten für den Umbau Modernes Klärwerk soll weniger stinken

Die Anlage in Herrenhausen wird innerhalb von neun Jahren für 186 Millionen Euro modernisiert – finanziert aus den Abwassergebühren. Es ist die größte Investition seit Jahrzehnten. Unter anderem soll durch die Sanierung die Geruchsbelästigung in Herrenhausen reduziert werden.

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Aus den Klärbecken soll weniger Gestank über Herrenhausen ziehen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. In den Werkstätten rieselt der Putz von der Decke, im Verwaltungstrakt regnet es durch - das Klärwerk in Herrenhausen ist in die Jahre gekommen. Jetzt soll die Anlage innerhalb von neun Jahre modernisiert werden. Insgesamt 186 Millionen Euro will die Stadtentwässerung in die Hand nehmen, es ist die größte Investition seit Jahrzehnten. „Die Stadtkasse wird nicht belastet, wir finanzieren den Umbau aus den Abwassergebühren“, sagt Planerin Maren Lobisch. Am Ende hat Hannover nicht nur ein hochmodernes Klärwerk, auch die Geruchsbelästigung in Herrenhausen soll sich dank neuester Abluft-Technik reduzieren. Die Ratspolitik hat sich noch Beratungszeit erbeten.

Das Klärwerk in Herrenhausen soll für 186 Millionen Euro modernisiert werden - bezahlt von den Abwassergebühren.

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Den Umbau werden die Hannoveraner kaum bemerken. „Wir müssen die Anlage nicht abschalten. Der Betrieb wird während der gesamten Bauphase aufrecht erhalten“, sagt der technische Leiter der Stadtentwässerung, Hans-Otto Weusthoff. Dazu sei es nötig gewesen, Leitungen umzulegen und an die Oberfläche zu befördern, sodass die Baggerfahrer beim Schaufeln keine unangenehmen Überraschungen erleben. Möglicherweise am Verkehr auf dem Westschnellweg merken die Hannoveraner, dass das Klärwerk eine Baustelle ist. Die Baustellenzufahrt soll über die Bundesstraße 6 erfolgen, so ist es beim Land beantragt. Wenn alle Bauarbeiten im Jahr 2026 beendet sind und die neuen Gebäude stehen, sollen Teile der Fassaden angestrahlt werden - ähnlich der Illumination beim Lindener Kraftwerk.

„Die Kapazitäten werden im Zuge der Erneuerung des Klärwerks nicht größer“

Den Anfang macht die sogenannte Schlammbehandlungsanlage mit den Faultürmen. Der Schlamm gärt in den Türmen bei einer Temperatur von 38 Grad. Dabei entstehen Gase, die verbrannt werden, um Strom und Wärme zu erzeugen. Das Klärwerk bekommt zwei neue Faultürme, die an anderer Stelle auf dem Gelände aufgebaut werden. Das Fassungsvermögen der Türme, insgesamt rund 15 000 Kubikmeter, bleibt gleich.

„Die Kapazitäten werden im Zuge der Erneuerung des Klärwerks nicht größer“, sagt Weusthoff. Im Grunde ersetze man die alten Gebäude und Anlagen lediglich durch neue. Falls es nötig sein sollte, mehr Abwasser zu reinigen, weil Hannovers Einwohnerschaft wächst, sei das Klärwerk in Gümmerwald dafür vorgesehen. Die beiden Klärwerke können rechnerisch das Schmutzwasser für 1,25 Millionen Einwohner säubern.

Herrenhausens Kläranlage bekommt zudem ein neues Pumpwerk und neue Blockheizkraftwerke. Die Mitarbeiter wird es freuen, dass das Zentralgebäude mit seinen Sozialräumen erneuert wird. Ob es einem Neubau weicht oder saniert wird, ist noch offen.

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