So soll am 18. Juli sowie an einem weiteren Termin kein Höhenfeuerwerk gezündet werden, berichtete Böhlmann. Der Verzicht ist Teil einer Einigung zwischen lärmgeplagten Anwohnern und der Stadt. Wie berichtet, hatten sich beide Seiten darauf verständigt, vom kommenden Jahr an in Herrenhausen nur noch zehn laute Feuerwerke pro Jahr zuzulassen. Nach Ansicht von Organisator Böhlmann dürfte das übliche abendliche Abschlussfeuerwerk an den 22 Veranstaltungsabenden damit am Ende sein.
Der größte Krach wird seinen Angaben nach durch die sogenannten Zerlegeladungen in den Raketen verursacht, die die Lichteffekte zerstreuen. „Je schöner die Effekte sind, desto mehr Zerlegeladung brauche ich“, sagt Böhlmann, der selbst geprüfter Feuerwerker ist. Das Feuerwerk beim Kleinen Fest dauert seinen Angaben nach jeweils 13 Minuten, die lauten Sequenzen sind höchstens fünf Minuten lang. Die Stadt will mit den Einschränkungen verhindern, dass die Anwohner vor Gericht ziehen. Bei einem solchen Verfahren könnte es zu einer einstweiligen Anordnung kommen, die künftige Feuerwerke komplett ausschließt. „Das wollten wir vermeiden“, sagt Böhlmann.
Der jetzt verabredete Kompromiss sieht neben einer Beschränkung auf zehn geräuschintensive Feuerwerke hingegen noch einen Verhandlungsspielraum vor. Das haben der Anwalt der Anwohner, Hanns-Christian Fricke, und Organisator Böhlmann bestätigt. Die Anwohner seien inzwischen gesprächsbereit. Stadt und Organisatoren hoffen nun, dass sie vielleicht sogar über die bisherige Vereinbarung hinausgehen und zusätzlichen Feuerwerken zustimmen.
Hannovers Kommunalpolitker äußern sich dagegen zurückhaltend zu der Vereinbarung. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Kastning meinte, die Interessen der Anwohner seien verständlich, andererseits seien Feuerwerke auch für die Besucher des Kleinen Festes ein belebendes Element. „Ich freue mich, wenn es beim Kleinen Fest weiterhin das Feuerwerk gibt und die Anwohner damit leben können“, sagt sie. Die stellvertretende CDU-Fraktionschefin Kerstin Seitz bedauert eine mögliche Absage der Feuerwerke als „schade“, obwohl es „umweltpolitisch vielleicht sinnvoll“ sei. FDP-Fraktionschef Wilfrid Engelke äußert Verständnis für die Anwohner. Mehr Einschränkungen bei den Feuerwerken dürfe es aber nicht geben. „Die Grenze ist erreicht“, sagt er. Der Grünen-Fraktionschef Lothar Schliekau begrüßt das „ausgewogene Verhältnis zwischen den Interessen der Anwohner und der Veranstaltungsbesucher“. Er glaubt nicht, dass Besucher aufgrund der Einschränkungen wegbleiben. „Die Menschen kommen wegen des Programms und nicht wegen des Feuerwerks“, sagt er.
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Kommentare
Falsche Rücksichtnahme grautvornix – 12.07.10
Dass ein paar abgedrehte Lärm-Hypochonder eine der attraktivsten hannoverschen Veranstaltungen kastrieren können, ist eine der größten Perversionen unseres immer seltsameren Rechtssystems, das Minderheiten überproportional bevorzugt.Der im Forum zu lesende Vorschlag, eine Vuvuzuela-Prozession zu veranstalten, ist genial. Man sollte die Aktion mit einer Umlage beim Kleinen Fest ergänzen, aus der die Stadt dann den Umzug dieser "armen Menschen" finanzieren könnte.
Nicht doch ... Noch'n Hannoveraner – 08.07.10
Lieber Kleinkunstfan, ja, sogar fast schon regelmäßig und ich habe viel Freude daran. Nur, das Feuerwerk finde ich mittlererweile nicht mehr so wirklich prickelnd. Wenn Sie Ihren "heinz1" aber richtig gelesen haben, ist dort ja auch die Rede von Stadtfesten. Darüberhinaus wird das Feuerwerk regelmäßig ja auch mit anderen Veranstaltungen in der Stadt gleichgesetzt und Kritik hieran dann gleich mit der Keule "Spaßbremse" totgeschlagen. Genießen Sie also gerne weiter Ihre Flasche Wein und hoffentlich anregende Gespräche in geselliger Runde. Zum Wohl.Was sind doch alle spaßfrei Ich – 08.07.10
Ich kann ja nachvollziehen das einige Feuerwerke gestrichen werden könnten. Die vom Oktoberfest, Frühlingsfest und was weiß ich noch sind überflüssig. Zu Beginn einer Veranstaltung und zum Ende vielleicht noch eins. Aber das man jetzt das Feuerwerk beim kleinen Fest (eine der schönsten Veranstaltungen von Hannover im Jahr) streicht... das war immer der krönende Abschluss und ich kann es nicht verstehen das Menschen so unzufrieden sein müssen und allen anderen den Spaß verderben. Was leben wir doch in einer spaßfreien Welt...Dann ist das häßliche Ding ... heinz1 – 08.07.10
... ja morgen vielleicht schon weg!Merkwürdig Stadtbürger – 07.07.10
Als ich gestern um ca. 23 Uhr am Kröpcke in die Bahn einstieg, dröhnten die Presslufthämmer im Kröpcke-Center aus vollen Rohren.Merkwürdige Stadt, in der Baustellenlärm offenbar rund um die Uhr in jeder Lautstärke stattfinden darf, während Gartenfeste und Feuerwerke penibel reglementiert werden.
an Noch'n Hannoveraner Kleinkunstfan – 06.07.10
"Rücksichtsloses Lärmen und Saufen" beim Kleinen Fest im Großen Garten???Schon mal selbst dort gewesen?
Dieser unsachliche Kommentar ist - höflich gesagt - deplatziert und überzogen.
"drei Anwohner" Information – 06.07.10
Es sind drei Anwohner, die sich die Liquidation vom RA teilen. Insgesamt ist die Anwohnerzahl bei ca. 50 Personen.Die NP weiss auch nur, was man ihr steckt, und Sie wissen anscheinend gar nix.
Zahlen, Fakten Carsten – 06.07.10
Im Gegensatz zur HAZ, die ja immer sehr vage von 'einigen' Anwohnern spricht, nennt die NP in ihrem heutigen Artikel Zahlen:Es sind DREI Anwohner, die es sich mit wachsendem Erfolg auf die Fahnen geschrieben haben, eines der wenigen touristischen Highlights Hannovers kaputtzumachen.
Davon darf nun jeder halten was er mag. Ich für meinen Teil weiß was ich davon halte... und wie ich schon andernorts schrieb, wünsche ich jedem von diesen drei Mitbürgern den Zuzug eines 'netten' Nachbarn, der ihnen auf dem Klageweg nach 22 Uhr jede Aktivität über Flüsterstärke verbietet. Egal ob netter Abend mit Gästen oder Fernsehen. Damit sie mal am eigenen Leib erfahren, wie sich Gängelung durch klagewütige Spaßbremsen anfühlt.
Feuerwerk Hangtime – 06.07.10
Ich wohne in Herrenhausen und finde es sehr schade das ich jetzt nicht mehr von unserer Dachterrasse das Feuerwerk sehen kann.Tja, heinz1, Noch' n Hannoveraner – 05.07.10
die Spinner kommen ganz freiwillig zu Ihnen auf's Dorf. Spätestens dann, wenn alle die, die hier so laut rumtröten von wegen Minderheit beherrscht die Mehrheit ("Minderheitenterror"), oder die rücksichtsloses Saufen und Lärmen geil finden, wegen der lieben Kinderchen auf's Dorf ziehen (weil, in der Stadt ist's euch Oberspiessern ja zu laut und vieel zu gefährlich, gelle). Ob Sie dann allerdings wertvolle Mitglieder für die Dorfgemeinschaft (FF, Vereine, Dorffeste) finden, möchte ich doch arg bezweifeln. Die fahren dann doch lieber wieder mit dem Auto nach Hannover und lassen da wieder so richtig die Sau raus. Und im Zweifel wird von genau diesen Leuten dann nämlich auch der Bauer verklagt, weil er entweder einen Misthaufen hat (bäähh, Landleben) oder das Feld ohne Info der Anlieger umgepflügt hat (Oh Gott, Staub auf der Wäsche). An "DA": Kot... Sie ruhig, aber vergessen Sie dabei bloß nicht, in den Spiegel zu schauen.Lärm Nicht-Anwohner – 05.07.10
Ich hoffe KEINER der armen Anwohner in Herrenhausen, die sich an den lauten Feuerwerken stören, und keiner der Feinstaubpäpste hier ist am Samstag hupend durch die Stadt gefahren, als Deutschland gewonnen hat! Sollen die Spaßbremsen mal mit "gutem" Beispiel vorangehen.Das Feuerwerk gehört zum Kleinen Fest, viele Besucher kommen abends extra dafür nochmal nach Herrenhausen. Hannover ist eine Großstadt, dazu gehören im Sommer nunmal auch Open-Air-Veranstaltungen und die Feuerwerke. Wem's nicht passt, der kann ja auf eine Hallig ziehen, oder nach Grönland, oder in die Wüste.
Bitte keine Feuerwerksverhinder deportieren! heinz1 – 05.07.10
Immer wieder lese ich hier den sicher gut gemeinten Vorschlag, dass die Feuerwerks- und Stadtfestverhinderer doch bitte auf's Land ziehen mögen.Da muss ich jetzt widersprechen: Wir wollen diese Spaßbremsen und Nörgler hier auch nicht haben. Dann wird der Landwirt wegen Hahnenschrei und Kuhgeruch verklagt, dass Schützenfest muss Vormittags stattfinden und der Lanz braucht 'ne Umweltplakette!
Nö - danke! Lasst die Spinner mal schön in Hannover wohnen.
Feuerwerk in Umweltzone Tim N. – 05.07.10
WEnn ich mich richtig erinnere, liegt der große Garten ja in der Umweltzone - noch ein Grund mehr, es zu streichen.Ich denke, Herr Böhlmann und die Organisatoren werden nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern sich eine Alternative für einen grandiosen Abschluss des Festes einfallen lassen.
Lärmschutz bald überall Tim N. – 05.07.10
tja, so ist das in dieser Welt - wir werden immer intoleranter.Dem einen ist die Kita neben an zu laut, den anderen stört, dass die Feuerwehr mit Martinshorn immer an seinem Fenster vorbei ausrückt. Da gibt es die tollsten Fälle vor Gericht. Fehlt nur noch, dass man im Stadion leise jubeln muss, wenn ein Tor fällt.
Ich hoffe, dass die Anwohner (wie weit weg sie auch immer wohnen) sich bewußt sind, dass sie vielen anderen Leuten das Vergnügen an einer tollen Veranstaltung mindern.
Warum... Carsten – 05.07.10
...gibt es eigentlich nur 'entweder / oder'?Das Abschlussfeuerwerk des Kleinen Festes besteht traditionell auch aus sehr vielen geräuscharmen Bodenelementen. Zusammen mit der eingespielten klassischen Musik müsste sich so doch auch ein stimmungsvoller Abschluss erzeugen lassen. Jetzt lässt man bei einzelnen Terminen die Leute ohne vernünftigen Abschluss nach Hause gehen... wie stupide ist das denn?
Nichtsdestotrotz bleibt es dabei: die krankhafte Wichtigtuerei einzelner hat in dieser Stadt ein unerträgliches Maß angenommen. Natürlich ist es im Sommer neben den Gärten laut... das ist es neben einer Autobahn, einem Flughafen oder einer Bahnstrecke auch, und zwar 365 Tage im Jahr. Deswegen ziehen ruhebedürftige Menschen dort auch nicht hin. In letzter Zeit gilt jedoch offenbar eine Logikumkehr: das Umfeld, in das ich ziehe, hat sich mir anzupassen und nicht umgekehrt. Bin ich der einzige, dem das merkwürdig vorkommt?
Na toll! Gwen – 05.07.10
Wenn man sich an solchen - EINMAL im Jahr stattfindenden -Veranstaltungen stört und dann der Meinung ist, man müsste den restlichen Menschen die Stimmung vermiesen, weil man in seiner Stube den Fernseher mal für 13 Minuten nicht mehr hört, ist man wohl als Stadtmensch nicht geeignet!Als ich in die Nähe des Maschsees gezogen bin, war mir durchaus bewusst, dass dort einmal im Jahr gefeiert wird und ich freue mich jedes Mal darauf.
Traurig, dass manche Leute der Meinung sind, das Viertel gehört ihnen alleine!
Minderheiten-Terror grautvornix – 05.07.10
Es ist aufgrund haarsträubender Rechtsgrundlagen in good old germany leider keine Besonderheit, dass Minderheiten in der Wahrung ihrer sog. ‟Interessen“ völlig überbewertet werden und die große Mehrheit damit in z.T. nicht mehr nachvollziehbarer Weise terrorisiert wird. Ob Feuerwerke, Konzerte, Sportveranstaltungen oder Verkehrs-Terror - eine von pragmatischer Rechtssprechung längst meilenweit entfernte Justiz segnet alles ab. Jedem dieser Neurotiker sei nahe gelegt, seine irrwitzigen "Beschwerden" einmal in einem Nachbarland (Frankreich, Dänemark, Holland etc.) vorzubringen. Er würde sein persönliches Waterloo nicht nur in Belgien erleben.Wir sind ein freies Land und wer meint, dass ein Wohnort nicht mehr so recht passt, der muss eben umziehen. Genügend Auswahl ist vorhanden und Makler wollen auch leben.
Hannover hat einen Spitzenplatz erobert, wenn es um moralinsaure Looser mit Radfahrer-Mentalität geht, die aus der Stadt ein Öko-Reservat machen wollen, in dem die Normal-Bürger bald von den Hamburgern mit Bananen gefüttert werden.
Feuerwerke Sigrid – 04.07.10
toll, dass man denInteressen von Minderheiten ständig nachgibt und die Interessen der Massen dann gleichgültig sind.Super-Großstadt!
viel zu viel Feuerwerk ich – 04.07.10
wer dort nicht in unmittelbarer Nähe wohnt hat gut Reden. Ich habe nichts gegen ein schönes Feuerwerk zum Abschluss eines Events o.ä. Aber mit zig Feuerwerken pro Jahr, werden die Nerven der Anwohner reichlich überstrapaziert. Es gibt einfach viel zu viel davon!endlich ole – 04.07.10
also ich muß sonntags arbeiten und kann gut auf ständige! Feuerwerke verzichten. Sie sind ja nun auch wirklich nichts Besonderes mehr in Hannover. Am besten wär´s, wenn auch andere Feuerwerke mal aufhörten!Feuerwerk zum Kleinen Fest Kleinkunstfan – 04.07.10
Seit über 20 Jahren gehe ich jedes Jahr wieder begeistert zum Kleinen Fest und das Feuerwerk ist jeweils der krönende Abschluss eines wunderschönen Abends. Die Besucher kommen nicht nur wegen des Feuerwerks, aber ohne Feuerwerk fehlt ein wichtiges Element. Dieses Jahr habe ich Karten für den 18.07. Die Enttäuschung ohne Feuerwerk wäre sehr groß!Warum müssen Anwohner immer wieder durch erbitterte Streitereien die Veranstaltungen und Gelegenheiten torpedieren, mit denen sich unsere Stadt positiv darstellen kann? Wohnen diese Anwohner seit mehr als 25 Jahren in Herrenhausen (oder in Maschseenähe oder am Ballhof...)? Oder sind sie später zugezogen?
Wieviel Freude und glückliche Momente verhindern sie durch ihr Verhalten? Im letzten Jahr haben wir meine über 80jährige Mutter im Rollstuhl zum Kleinen Fest mitgenommen. Zum Schluss sagte sie:"Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Leben nochmal ein so schönes Feuerwerk sehe."
Glückwunsch DA – 04.07.10
an die wenigen Anlieger, die einer ganzen Stadt großen Schaden zufügen durch ihr kleinbürgerliches Verhalten!Zum Kot....!!!!
Na bravo Hans – 04.07.10
Die Menschen kommen wegen des Programms. Und zwar eines Programmes MIT Feuerwerk."Rhein in Flammen" war wieder toll.
Mit viel Feuerwerk an allen Orten ......... und Hannover verkommt zum Provinznest !
Einigen Bürgern sei dank, deren Belange eben höher bewertet werden, als die Belange der Masse.
Es sind eben alle Menschen gleich manche Leute aber gleicher.