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Premiere des Kleinen Festes fällt ins Wasser

Absage im Großen Garten Premiere des Kleinen Festes fällt ins Wasser

120 Künstler aus 20 Nationen machen den Großen Garten bis Ende Juli zum Erlebnisparcours für Kleinkunst-Fans. Doch bei der Premiere am Mittwoch machte das Wetter des Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Die Eröffnung musste abgebrochen werden. 

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Verregneter Auftakt: Das Kleine Fest im Großen Garten.

Quelle: Rainer Dröse

Hannover. Im Sommer ist der Parkplatz am Großen Garten häufig voll belegt. Da stellen manche Besucher ihr Auto auch mal an Stellen ab, die eigentlich nicht dafür gedacht sind. Doch dass ein alter Autobianchi direkt über die Kieswege der Barockanlagen knattert, ist schon ziemlich dreist. Und der bärtige Typ am Steuer des italienischen Wagens verzieht bei seiner verbotenen Spritztour keine Miene. Schließlich muss er sich darauf konzentrieren, durch einen Schnorchel nach Luft zu schnappen - das Innere seines Wagens ist zum Goldfischaquarium geworden. Er ist der Hauptdarsteller einer kleinen feuchten Show beim Kleinen Fest.

Eine große feuchte Show erwartete am Mittwochabend die Premierengäste: Die Regengüsse von oben samt Gewittergrollen wollten kein Ende nehmen - und so entschloss sich Organisator Harald Böhlmann kurz vor 20 Uhr Uhr schweren Herzens, die gesamte Veranstaltung abzubrechen. Die 3300 Gäste, die an diesem Abend durch die Rabatten flanieren wollten und sich schon bestens mit Regenschirmen ausgestattet hatten, mussten wieder nach Hause gehen. Sie erhalten den Preis für ihre Eintrittskarten zurück.

Regenguss in Herrenhausen: Die Premiere des Kleinen Festes im Großen Garten ist ins Wasser gefallen.

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Weitaus mehr Glück hatten da die Besucher einer Vorpremiere am Dienstagabend. Bis auf zwei winzige Schauer kurz vor Ende der Veranstaltung blieb alles trocken. Die Fest-Fans begegneten allerlei sonderbaren Gestalten. Schon am Eingang ließ ein quietschender, kunterbunter Quälgeist ihnen keine Ruhe. Sie schickten - taktisch sehr geschickt - ihre Kinder vor. Denen gefielen die Späße des Wesens mit der eigenartigen Kopfbedeckung und der langen Nase am besten. Auch tierische Spaßmacher kreuzten die Wege. Eine Kolonie aus mutierten Fröschen, Grillen und Heuschrecken hatte sich ebenso auf die langen Beine gemacht wie ein zotteliges Yak. Dass Menschen in den Kostümen steckten, war schnell vergessen. Wer es poetischer mochte, hielt nach den alles überragenden, fantasievoll gekleideten Stelzenläufern Ausschau. Mal waren es grazile Fächer-Tänzerinnen in wallenden Gewändern, mal maskierte Traumfiguren mit leuchtenden Bündeln aus Lampions.

120 Akrobaten, Clowns, Puppenspieler und andere Künstler aus 20 Nationen treten beim Kleinen Fest im Großen Garten auf. Darunter sind auch zahlreiche neue Künster, die die Gäste im Barockgarten mit ihrem Programm unterhalten wollen.

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Doch die Hauptsache spielt sich bei dem Freiluftspektakel natürlich immer auf den 36 Bühnen ab, die überall im Garten zu finden sind. Ob Artisten, Comedians, Puppenspieler, Zauberer oder Musiker: Rund 120 Künstler aus 20 Nationen laden zum Kleinkunstparcours ein. Gleich 28 der Ensembles sind erstmals dabei - so viele wie noch nie in der 31-jährigen Geschichte des Kleinen Festes. Sie haben zum Teil eine sehr weite Anreise hinter sich: Aus Argentinien, Australien, Kanada, Kenia, der Ukraine, den USA und 14 anderen Ländern sind sie auf Einladung von Fest-Organisator Harald Böhlmann nach Herrenhausen gekommen. Eine bunte Tüte voller Überraschungen. Und die HAZ gibt Tipps, was sich besonders lohnt.

Das Kleine Fest läuft bis zu 31. Juli. Wie jedes Jahr wurden pro Aufführungstag 3300 Tickets im Losverfahren vergeben. 200 Karten sind jeweils noch an der Abendkasse erhältlich. Sie kosten 30, ermäßigt 17 Euro.

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120 Künstler aus 20 Nationen laden zum Kleinkunstparcours beim Kleinen Fest im Großen Garten ein, gleich 28 Ensembles sind erstmals dabei. Es ist unmöglich, alles an einem Abend anzusehen – wenn man denn Tickets ergattert hat. Die HAZ gibt Tipps für einen unterhaltsamen Abend.

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