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Kleingärtner fürchten um ihre Grünflächen

Zahlreiche Bauvorhaben Kleingärtner fürchten um ihre Grünflächen

Eigentlich sollen die Kleingärten in Hannover langfristig gesichert werden. So zumindest sieht es das Programm des Stadtdialogs 2030 vor. Bei den Kleingärtnern indes wächst die Sorge, dass sich aufgrund zahlreicher Bauvorhaben die Fläche an wohnortnahen Schrebergärten mittelfristig verringern wird.

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Ein Frau radelt durch die Kleingartenkolonie am Lister Damm.

Quelle: Herzog/Archiv

Hannover. Eigentlich sollen die Kleingärten in Hannover langfristig gesichert werden. So zumindest sieht es das Programm des Stadtdialogs 2030 vor. Bei den Kleingärtnern indes wächst die Sorge, dass aufgrund zahlreicher Bauvorhaben auch auf dem Areal von diversen Gartenvereinen dazu führen, dass sich die Fläche an wohnortnahen Schrebergärten mittelfristig verringern wird. „Das Freiraumkonzept liegt immer noch nicht vor“, sagt Bezirksratsherr Karsten Plotzki. Bisher habe die Stadt nur zugesichert, die Zahl der Gärten bleibe gleich. „Allein die Anzahl der Parzellen zu sichern, aber dies durch Teilung von Gärten zu erreichen, das reicht uns nicht.“ Anzahl sei nicht gleichzusetzen mit Fläche.

„In Kirchrode, Kleefeld und Groß-Buchholz müssen bereits Gärten weichen“

Plotzki und Susanne Leibold, Initiatoren eines Einwohnerantrages von 2014 für den Erhalt der Gesamtfläche an Kleingärten, haben sich jetzt an die Stadt gewandt, um eine Konkretisierung der Flächennutzungspläne voranzutreiben. „In Kirchrode, Kleefeld und Groß-Buchholz müssen bereits Gärten für den Wohnungsbau weichen“, so Plotzki, „wo sollen neue Flächen für Parzellen sein?“

Plotzki und Leibold plädieren für einen sorgsamen Umgang mit Flächen. „Es müssen nicht beständig neue für den Wohnungsbau ausgewiesen werden, sondern bereits versiegelte und bebaute Flächen brauchen intelligente Nutzungsformen“, betonten sie. Man könne dafür etwa weniger Parkplatzflächen vorhalten, veraltete Wohngebäude sanieren oder durch neue ersetzen. Plotzki und Leibold haben für ihre Vorschläge auch Kleingartenkonzepte in anderen Kommunen im Visier. „In Bremen wurden Kleingärten unter Schutz gestellt, um als Wohnraum genutzt zu werden“, sagt Plotzki.

„Wir brauchen einen Kompromiss“ 

Die Kleingärtner erwarten und befürworten eine Verdichtung der Wohnbebauung durchaus. Die Stadt wachse, und das sei ein gutes Zeichen. Aber die gängige Quote von einem Garten auf 11 Geschosswohnungen müsse auch künftig erfüllt werden, so Plotzki. „Wir brauchen einen Kompromiss für die Stadtgesellschaft.“ Die Kleingärtner bemängeln zudem, dass die Stadt Kleingartenareale bebauen will, „in Gebieten, wo es an jeglicher Infrastruktur fehlt“, sagt Plotzki. Wohngebiete, etwa hinter der Medizinischen Hochschule oder am Steinbruchsfeld in Misburg, müssten erst entsprechend erschlossen werden. Die Stadt hat die Anfrage der Kleingärtner erhalten. „Sie wird derzeit fachlich geprüft“, erklärt Stadtsprecher Alexis Demos. Im November hatte Oberbürgermeister Stefan Schostok betont, dass das Grün in der Stadt eine „ultimative Forderung“ der Hannoveraner sei. Daher hat die Stadt die langfristige Sicherung der Grün-und Freiflächen einschließlich der Kleingartenanlagen in das Stadtkonzept aufgenommen. Details für diese Sicherung wie Ersatzflächen oder konkrete Zeiträume sollen im Frühjahr vorgestellt werden, sagt Demos.

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