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Aus der Stadt Kletterturm soll Sportplatz weichen
Hannover Aus der Stadt Kletterturm soll Sportplatz weichen
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00:35 29.03.2018
Der 20 Meter hohe Kletterturm. Quelle: Franson
Hannover

Seit fast zehn Jahren betreibt ein ehrenamtlicher Verein mit einem Kletterturm am Kronsberg offene Kinder- und Jugendarbeit. Die meisten Hannoveraner kennen die Konstruktion: Sie stand zum Kirchentag 200(6?) prominent am Georgsplatz, damals als „Monument der Fragen“. Das 20 Meter hohe Holzgerüst mit angebauter Kletterwand muss nun aber weichen: Die Stadt benötigt die Fläche für die Erweiterung von benachbarten Sportanlagen. Die Vereinsmitglieder sind in Sorge: „Es war ein großer Aufwand, den Turm zu installieren – wir können das als ehrenamtlicher Verein nicht ein zweites Mal stemmen“, sagt Vereinsvorstand Torsten Heidenblut. 

Rund 70 000 Euro habe es gekostet, das Kunstwerk zum Kletterturm umzubauen, ein Fundament zu gießen und die Statik abnehmen zu lassen, sagt Heidenblut. Mit viel Engagement und Sponsorenhilfe sei das damals gelungen. Jetzt aber weiß der Verein nicht einmal, wohin er ausweichen soll. Bis zu 100 Kinder und Jugendliche, an Spitzentagen sogar mehr, kämen in den warmen Monaten zu den Kletter, Beachvolleyball- und Stockbrotaktionen des Vereins am Kronsberg, sagt Marco Knorr. Der Sozialarbeiter unterstützt seit einem Jahr die Ehrenamtlichen bei der Betreuung von Gelände und Nutzern. Seine Stelle wird von der Adventistengemeinde in der Fischerstraße bezahlt, die den Trägerverein unterstützt. 

Bis Mai vergangenen Jahres sah es so aus, als ob der Verein nur einen Großteil seines insgesamt 14 500 Quadratmeter großen Freizeitarals an der Stadtbahntrasse abgeben müsste, das er von der Stadt gemietet hat – der Turm sollte bleiben. Seit ein paar Wochen aber ist klar: Für die dringend benötigte Erweiterung der Sportanlagen beim TSV Bemerode muss nun auch der Turm samt angrenzendem Sandfeld für Beachvolleyball weichen. 

Von Conrad von Meding

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