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Aus der Stadt Szenekneipe Centrum muss um 22 Uhr schließen
Hannover Aus der Stadt Szenekneipe Centrum muss um 22 Uhr schließen
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17:42 05.11.2017
In der Vergangenheit gab es bereits Ärger um die Sperrzeit für den Außenbereich der Szenekneipe am Lindener Marktplatz. Quelle: Wallmüller/Archiv/Montage
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Hannover

Das hatte das Verwaltungsgericht Hannover bereits im August überraschend festgestellt, als es sich mit der Frage beschäftigte, ob die Kneipe ihren Außenbereich auch nach 22 Uhr bewirtschaften darf.

Die Stadt hat nun die entsprechenden Akten geprüft - und die Darstellung des Gerichts bestätigt. „Wir werden uns mit den Betreibern in Verbindung setzen, um auf diesen beschränkten Genehmigungsumfang deutlich hinzuweisen“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. Für Wirt Romec Manns bedeutet das: Um 22 Uhr werden die Zapfhähne hochgedreht, sonst drohen Strafmaßnahmen.

Manns sagt dagegen, er wisse nichts von einer eingeschränkten Genehmigung, die Stadt habe sich nicht bei ihm gemeldet. „Wir haben keine Sperrzeit im Centrum“, sagt der Wirt - und bemüht prominenten Beistand: Oberbürgermeister Stefan Schostok habe ihm persönlich zugesagt, dass die Stadt ihn als Betroffenen anhören werde, bevor sie Auflagen erteilen würde. „Ich werde mich noch einmal im Büro des Oberbürgermeisters informieren - er wollte sich die entsprechenden Akten vorlegen lassen“, kündigt Manns an.

Der Aktenstapel dürfte eine stattliche Höhe haben: Seit Jahren kämpft Wirt Manns darum, auch nach 22 Uhr Gäste im Außenbereich bedienen zu dürfen - und leistet sich einen öffentlichen Kleinkrieg mit den Genehmigungsbehörden von Stadt und Region. Dabei geht es vor allem um die Frage, wer für den nächtlichen Lärm auf dem Lindener Marktplatz verantwortlich ist - die Außenbewirtschaftung des Centrums oder alkoholisierte junge Leute am Nachtwächterbrunnen.

Im August landete der Fall vor dem Verwaltungsgericht. Bei dieser Gelegenheit stellten die Richter nicht nur fest, dass nach 22 Uhr die Bewirtung im Außenbereich widerrechtlich ist. Auch drinnen darf dann nicht weitergezapft werden. Denn bei einer Erweiterung der Gaststätte im Jahr 2008 sei nur ein Tagesbetrieb (8 bis 22 Uhr) beantragt worden. Offenbar ist das über die Jahre in Vergessenheit geraten.

Selbst wenn sich der Oberbürgermeister persönlich einschalten sollte, ist die Hürde für eine legale Abendöffnung des Centrums hoch: „Eine über 22 Uhr hinausgehende Öffnungszeit ist nur mit Bauantragsverfahren, Feststellung der Genehmigungsfähigkeit und der Vorlage eines Schallschutzgutachtens möglich“, sagt Stadtsprecher Möller.

Von Johanna Stein

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