Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Was soll man noch glauben?

Kommentar Was soll man noch glauben?

Die Begeisterung Stefan Schostoks für das Schützenfest ist so groß, dass er es in den Mittelpunkt der 775-Jahr-Feiern der Stadt stellen will. Aber verbindet das Schützenfest „Tradition und Moderne“ so gut, wie der Oberbürgermeister meint?  Ein Kommentar von HAZ-Lokalchef Felix Harbart.

Voriger Artikel
Schützenfest büßt 200.000 Besucher ein
Nächster Artikel
Massenschlägerei an Würstchenbude hat Folgen

Schützenfest 2015: Bruchmeister fahren Kettenkarussell.

Quelle: Thomas

Hannover. Man kann es drehen und wenden, wie man will - am Ende verkünden die Veranstalter des Schützenfestes stets einen Erfolg. Selbst dann, wenn über weite Strecken gähnende Leere auf dem Platz herrschte, wie in diesem Jahr. Den erklärenden Satz von Festchef Klaus Timaeus dazu muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Entscheidend sei nicht, wie viele Gäste da seien, sondern, dass deren Augen leuchteten. Würde das zum Leitbild aller hannoverschen Veranstalter, die Stadt wäre um einige defizitäre Sausen reicher.

Dass die Wetterlage dem diesjährigen Fest zugesetzt hat, ist sicher richtig. Ebenso, dass nicht jedes Jahr ein Rekord aufgestellt werden kann und muss. Ärgerlich ist vielmehr, wie die Veranstalter damit in der Außendarstellung umgegangen sind.

 Mitte der Woche verkündete OB Stefan Schostok noch, gut 500.000 Gäste hätten das Fest bereits besucht. Wenig später, als das niemand recht glauben wollte, ruderte Schützenchef Paul-Eric Stolle zurück: Die Zahl sei vielleicht „ein bisschen hoch gegriffen“ gewesen. Was man also von der jetzt verkündeten Million halten soll? Nun ja.

Dennoch ist die Begeisterung des Oberbürgermeisters für das Fest so groß, dass er es in den Mittelpunkt der 775-Jahr-Feiern der Stadt im kommenden Jahr stellen will. Aber verbindet das Schützenfest „Tradition und Moderne“ tatsächlich so gut, wie Schostok meint? Lässt sich das Wesen Hannovers auf das Schützenfest reduzieren, wenn es darum geht, die Stadt als Ganzes darzustellen? Hannover hat zweifelsohne ein tolles Volksfest - und viele, viele andere Seiten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Abschlussbilanz
Foto: Am letzten Festsonnabend feierten noch einmal Tausende Menschen beim Schützenfest, insgesamt war das Fest aber deutlich schlechter besucht als noch 2014.

Die Million ist, angeblich, erreicht – doch dass die Schützenfest-Veranstalter die Besucherzahlen des Vorjahres (1,2 Millionen Gäste) lieber noch getoppt hätten, mochte niemand verhehlen. Trotzdem äußerte man sich zufrieden mit dem Verlauf der 486. Ausgabe.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Am 8. und 9. Juli wird Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva heiraten. Nicht auf der Marienburg in Pattensen, wo sein Vater 1981 geheiratet hat, sondern in der Marktkirche. Kenner gehen davon aus, dass sie voll sein wird mit Ehrengästen. Etliche gekrönte Häupter aus Europas Hochadel werden erwartet. Auf unserer Themenseite halten wie Sie stets auf dem Laufenden.

Frühlingsfest im Kinderwald

Die Chorkinder des Kinderwalds in Hannover haben gemeinsam mit Liedermacher Unmada Kindel den Frühling begrüßt: Beim großen Fest wurde gesungen und gespielt. Zu Gast waren auch Clown Fidolo, der Falkenhof aus dem Wisentgehege in Springe, die Bienenexperten des Vereins Hannover summt und die Pilzfreunde.