Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Kommt bald ein Windrad auf den Kronsberg?

Behörde prüft Umweltverträglichkeit Kommt bald ein Windrad auf den Kronsberg?

Auf dem Kronsberg sollen zwei Windkraftwerke errichtet werden, wenn naturschutzrechtlich nichts dagegen spricht. Diesem Antrag der Stadt Hannover stimmte der Umweltausschuss des Rates gestern mit der Mehrheit von SPD, Grünen und Linken zu.

Voriger Artikel
"HAZ live": Der Morgen in Hannover
Nächster Artikel
Waffenschein bei Hannoveranern immer beliebter

Rot-Grün will zwei Windkrafträder auf dem Kronsberg.

Quelle: dpa

Hannover. CDU und FDP schlossen sich der Meinung des Bezirksrates Misburg-Anderten an und sprachen sich gegen das Vorhaben aus. Der Entscheidung ging eine erregte Debatte voraus.

Eigentlich hatte der Rat 2004 beschlossen, dass auf dem Kronsberg keine Windräder erbaut werden sollen. Doch die Stadtwerke Hannover dringen auf eine Ausnahme. Zudem hat sich die Stadt ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm auferlegt. Die beiden Rotoren sollen eine Höhe von je 200 Metern erreichen, die Investitionskosten liegen bei 10 Millionen Euro. Rund 580 Meter wären die nächsten Häuser von den Anlagen entfernt.

„Es macht Sinn, Energie dort zu erzeugen, wo sie auch verbraucht wird“, sagt SPD-Umweltexperte Jürgen Mineur. Daher sei der Standort sinnvoll gewählt. Sein Kollege von den Grünen, Patrick Drenske, hält es für falsch, einen Stadtteil als Standort explizit auszunehmen. „Entscheidend ist doch, ob die Windgeschwindigkeit stimmt und die Stelle ökologisch vertretbar ist“, sagt er. „Wir stellen uns vor die Anwohner“, sagt CDU-Fraktionsvize Kerstin Seitz. Nicht abzusehen sei, welchen gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Nachbarn ausgesetzt wären. Auch SPD-Mann Mineur räumt ein, dass etwa die Geräusche der Rotoren eine Rolle spielten. „Aber das wird genau geprüft“, sagt er. Drenske meint, dass zu große Abstandsregeln die Energiewende verhindern.

Von Andreas Schinkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt

Sie wollen auch einen kleinen Beitrag leisten, um Flüchtlingen in der Region zu helfen? Dann sind Sie hier genau richtig. Das HAZ-Portal "Hannover hilft" bringt freiwillige Helfer aus der Bevölkerung und die professionellen Hilfsorganisationen zusammen – damit die Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird. mehr

Anzeige
Flüchtlingsunterkunft im Maritim Hotel

Das ehemalige Maritim Hotel am Rathaus wurde in eine Flüchtlingsunterkunft umgebaut.