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Will Hannover das „House of Jazz“?

Projekt von Til Brönner Will Hannover das „House of Jazz“?

Eigentlich wollte Starmusiker Til Brönner in Berlin ein „House of Jazz“ eröffnen – doch die Hauptstadt lehnt ab. Fördermittel vom Bund sind bereits genehmigt. Könnte Hannover eine Standort-Alternative sein?

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Musiker Til Brönner.

Quelle: dpa

Hannover. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Besonders dann nicht, wenn Til Brönner draufsitzt und Trompete spielt. Eigentlich wollte der Starmusiker in Berlin ein „House of Jazz“ eröffnen. Das Geld war da, schicke 12,5 Millionen Euro, bewilligt aus Bundesmitteln, doch der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat abgelehnt, weil er sich vom Bund nicht vorschreiben lassen will, was mit dem Geld passieren soll. Nun ist für ein Jazzhaus also Geld da, aber ein Ort fehlt. Normalerweise ist es umgekehrt.

Auch Weimar interessiert

Das ruft natürlich die weniger kostverächtende Jazzszene im Rest des Landes auf den Plan, die so viel Geld für ihre Sache auch nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Weimar hat schon vorsichtig den Finger gehoben, aber auch Hannover würde sich wohl nicht sperren. Mit dem Jazz-Club, der Musikhochschule und der Tonhalle am Königsworther Platz hat man schon ein paar veritable Jazzhäuser vorzuweisen. Aber da geht noch was, findet Andreas Burckhardt von der Tonhalle. „Wir sind City of Music und wollen Kulturhauptstadt werden. Natürlich wäre ein ,House of Jazz‘ perfekt in der Stadt“, sagt der Saxofonist, der mit einer Initiative seit geraumer Zeit an einer ähnlichen Idee, einem Haus der Musik, bastelt.

Härke: „Wir können das“

Für Thomas Hermann ist Hannover als Alternative weit mehr als eine Schnapsidee. Der Bürgermeister und Jazz-Club-Chef sieht ein „House of Jazz“ sogar als Riesenchance für die Stadt. Man werde jetzt „alle Kontakte nutzen“, um Infos zusammenzutragen, wie man sich um ein solches Projekt bemühen könnte. Die Chancen? „Ich sag mal so: Mit unserem Angebot müssen wir uns vor anderen Städten nicht verstecken.“ Und für Kulturdezernent Harald Härke steht fest: „Wir können das. Wenn die Idee also ernst gemeint ist und es tatsächlich zu einer Ausschreibung kommt, sind wir dabei.“

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