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Aus der Stadt „Die City braucht mehr Sonntagsöffnungen“
Hannover Aus der Stadt „Die City braucht mehr Sonntagsöffnungen“
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00:18 11.02.2018
Es geht um Millionenumsätze: Verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt. Quelle: Franson
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Hannover

Im Konflikt um Hannovers verkaufsoffene Sonntage wollen Stadt und Händlergemeinschaften einen neuen Anlauf zur Lösung wagen. Am Donnerstag hat sich der zuständige Dezernent Axel von der Ohe mit dem Vorstand der City-Gemeinschaft getroffen. Das Ergebnis: Die City-Gemeinschaft lässt ihren gerade erst gestellten Antrag auf einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag am 9. September zwar zunächst ruhen, bei einem gemeinsamen Gespräch mit allen Händlergemeinschaften soll aber nach gemeinsamen Terminen gesucht werden.

Seit einem Streit mit der Gewerkschaft Verdi im Herbst 2015 verzichten die Innenstadt-Händler jedes Jahr auf zwei von vier erlaubten verkaufsoffene Sonntage, damit auch in den Stadtteilen Geschäftsleute öffnen können. „Wir können uns das nicht mehr leisten“, sagt Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft. Jeder Sonntag mit geöffneten Geschäften spüle dringend benötigte Millionenumsätze in die Kassen, „davon hängen viele Arbeitsplätze ab.“ In diesem Jahr will die City-Gemeinschaft daher an drei Sonntagen öffnen: zusätzlich zum 25. März und 4. November nun auch am 9. September, wenn die Innenstadt wegen des Regions-Entdeckertags ohnehin proppevoll ist.

Konflikte drohen aber mit den Stadtteil-Händlern. Einer von vier stadtweit erlaubten Verkaufssonntagen ist im Januar bereits gewesen, an dem nur Möbel Staude in Hainholz geöffnet hatte. Ein weiterer ist für den 23. September geplant, an dem Händlergemeinschaften in Linden, Bothfeld und Hainholz öffnen wollen. Das wären dann insgesamt fünf Sonntage – einer zuviel, solange das Land sein Gesetz nicht ändert. Angekündigt ist das schon lange, bislang liegt aber nicht einmal ein Entwurf vor. „Es steht im Koalitionsvertrag, dass wir das angehen“, sagt CDU-Landtagsfraktionschef Dirk Toepffer. Das zuständige Ministerium komme aber nicht voran. „Es ist ärgerlich für den Handel, was da passiert“, sagt Toepffer: „Wir werden das Thema weiter treiben.“ Dass aber die Gesetzesänderung, die mehr Flexibilität erlaubt, bis September durch sei, sei „sehr unwahrscheinlich.“

Hannovers Händler werden sich also wohl auf die drei verbleibenden Termine für 2018 einigen müssen. Am einfachsten wäre es, wenn die Stadtteilgemeinschaften vom 23. auf den 9. September wechseln würden. „Wir haben eine Gewerbeschau im Stadtteil vorbereitet, die Planungen laufen schon lange“, sagt Hans-Jürgen Wittkopf von der Gemeinschaft Bothfelder Kaufleute. Auch in Linden und Hainholz gibt es schon Vorbereitungen für den 23. September. Innenstadt-Manager Prenzler sagt: „Wir Händler dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen – aber wir müssen eine Lösung finden.“ Angesichts der Konkurrenz durch das Internet könne es sich eine Einkaufsmetropole wie Hannover nicht leisten, die Innenstadt nur zweimal im Jahr zu öffnen – nur weil das Land sein Gesetz drei Jahre lang nicht modernisiert.

Von Conrad von Meding

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