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Aus der Stadt Konflikte in Familien nehmen zu
Hannover Aus der Stadt Konflikte in Familien nehmen zu
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07:00 11.02.2017
Von Juliane Kaune
In Familien gibt es immer mehr Konflikte. Quelle: dpa/Symbolbild
Hannover

Alleinerziehende, Patchwork-Familien, multikulturelle Lebensgemeinschaften, gleichgeschlechtliche Partner mit Kind - längst gibt es Varianten zum traditionellen Familienbild. Mit der Vielfalt wüchsen auch die Herausforderungen und die Probleme, erklärt Axel Gerland vom Evangelischen Beratungszentrum Oskar-Winter-Straße. Die Mehrzahl der rund 1900 Personen, die im vergangenen Jahr in die Einrichtung kamen, suchte Hilfe bei Ehe- oder Partnerschaftskonflikten; etwa ein Drittel brauchte Erziehungshilfe. Die Nachfrage sei so groß, dass die Berater nicht immer so schnell wie gewünscht helfen könnten. „Wir versuchen aber, spätestens nach vier Wochen einen Termin zu vergeben.“

Noch immer habe Familie als Gemeinschaft von Menschen, die ihr Leben zusammen gestalten, einen zentralen Stellenwert, betonte Rainer Bugdahn, Leiter der Hauptstelle für Lebensberatung in der Landeskirche, anlässlich einer Fachtagung. „Familie ist für Menschen aller Altersgruppen die Institution, die gesellschaftliche Werte vermittelt.“ Auch Studien belegten, dass Kindergärten und Schulen dies nicht ersetzen könnten.

Mehr Väter suchen Hilfe

Bugdahn forderte die Landespolitik auf, die Lebensberatungsstellen mit mehr Geld zu fördern. Eine solche Investition habe „vorbeugende Wirkung“: Paar- und Familienkonflikte könnten frühzeitig gelöst und Trennungen oder Schwangerschaftsabbrüche möglicherweise verhindert werden.

In der Erziehungsberatung seien inzwischen die Hälfte der Hilfesuchenden Väter, erklärte Karin Jakubowski, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Lebensberatung, in der die 31 psychologischen Beratungsstellen der Landeskirche kooperieren. Junge Väter interpretierten ihre Rolle heute immer aktiver. Auch nach Scheidungen legten sie viel mehr Wert als früher darauf, Kontakt zum Kind zu halten.

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