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Aus der Stadt Stadt: Wir rauben den Armen keine Wohnung
Hannover Aus der Stadt Stadt: Wir rauben den Armen keine Wohnung
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00:17 20.08.2016
Von Conrad von Meding
Debatte im Bauausschuss. Quelle: Conrad von Meding
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Hannover

Im Sozialausschuss hatte es am Montag konfuse Diskussionen gegeben. Ratspolitiker warfen der Vrwaltung nun im Bauausschuss vor, dass die Darstellung der Zahlen durch die Stadt mindestens missverständlich gewesen sei. Unterm Strich war der Eindruck erweckt worden, dass die Stadt insgesamt 3200 Wohnungen für den Wohnungsmarkt freigeben wolle, für die sie einst aus Steuergeld das Recht zum Zuweisen von Problemmietern erworben hat. Das sei definitiv nicht so, stellte Baudezernent Uwe Bodemann im Bauausschuss klar.

Die Gesamtzahl betrage aufgrund einer komplizierten Berechnung nur etwa 2300, hieß es jetzt, und weil jedes Jahr nur in etwa acht bis neun Prozent der Wohnungen ein Wechsel stattfinde, seien nur einige Hundert pro Jahr betroffen. Ziel sei, wie berichtet, eine bessere soziale Durchmischung in Problemgebieten zu erreichen. Insgesamt verfüge die Stadt über rund 19.300 Wohnungen mit Belegrechten. In den Vorjahren habe sie viel stärker aus das Ausüben dieser Belegrechte verzichtet. Jetzt werde durch das Wohnbauförderprogramm wieder deutlich mehr preiswerter Wohnraum geschaffen, sodass Einkommensschwache insgesamt bessere Chancen auf dem Markt hätten.

Wegen eines Oberleitungsschadens standen am Mittwochnachmittag am Hauptbahnhof Hannover fast alle Züge kurzzeitig still. Es kam zu zahlreichen Verspätungen, die den gesamten Nachmittag andauerten. Die Gleise 8 und 9 blieben bis in die Abendstunden nicht befahrbar, die Züge wurden umgeleitet.

17.08.2016

Die Initiative „Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum“ hat am Mittwoch ein Zehn-Thesen-Papier vorgelegt, wie ihrer Meinung nach die Problemimmobilie mit dem neuen Investor aufgewertet werden kann. Im Kern soll der Steuerzahler die Probleme lösen. Am Dienstag gibt es eine Diskussion im Capitol darüber.

Conrad von Meding 20.08.2016

Der Schwurgerichtsprozess gegen Daniel F., der seine ehemalige Freundin Vanessa Münstermann mit Abflussreiniger überschüttete und sie schwer entstellte, ist am Mittwoch fortgesetzt worden. Laut einem früheren Mithäftling soll der 32-Jährige dem Opfer den Tod gewünscht haben.

Michael Zgoll 20.08.2016
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