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10.000 Christen tagen in der Tui-Arena

Kongress der "Willow Creek"-Kirche 10.000 Christen tagen in der Tui-Arena

Beim Kongress der "Willow-Creek"-Kirche in der TUI-Arena sind Donnerstagvormittag in der TUI-Arena 10.000 Christen zusammengekommen. Ziel der dreitägigen Veranstaltung, ist es haupt- und ehrenamtliche Kirchenmitarbeiter zu motivieren.

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Willow-Creek-Bewegung trifft sich drei Tage lang in Hannover

Quelle: Klein

Hannover. Der Leitungskongress in der Tui-Arena ist der zweitgrößte in der Geschichte der christlichen Organisation „Willow Creek“ mit Wurzeln in den USA, sagte der Vorsitzende von Willow Creek Deutschland, Ulrich Eggers. Unter dem Motto „Zukunft - Hoffnung - Kirche“ feiert die Bewegung zudem das 20-jährige Bestehen der Kongresse in Deutschland. „Wir wollen den Teilnehmern Hoffnung für ihre schwierigen Aufgaben machen“, sagte Eggers zum Auftakt. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland, der Schweiz und den USA, wo die Willow-Creek-Bewegung entstanden ist. In zahlreichen Vorträgen, Theaterstücken und Filmen sollen die Kongressteilnehmer inspiriert werden.

In den Debattenbeiträgen geht es unter anderem darum, wie man möglichst einfach von Gott reden kann, oder wie der Glaube wieder mehr Einfluss in der Gesellschaft gewinnen kann. Am Sonnabend startet dann noch ein zweiter Kongress, der sich mit christlicher Arbeit mit Kindern befasst.

Nach Ansicht des Greifswalder Theologieprofessors Michael Herbst steht die Kirche in Deutschland vor einem „gewaltigem Umbauprozess“. Sie werde sich von der Volkskirche hin zu einer religiösen Großgemeinschaft entwickeln. Die sinkenden Mitgliederzahlen bereiten Herbst allerdings keine Sorge. Denn derzeit nehme in den Kirchengemeinden die freiwillige Mitarbeit stark zu. Herbst vertritt die Ansicht, dass in den Bereichen, in den sich Laien in der Kirche engagierten, auch die Zahl der Gläubigen steigt.

In den Vorträgen und Diskussionen soll es auch um die Flüchtlingskrise gehen. „Wir müssen von einer Haltung des Gebens zu einer Haltung des Teilens kommen“, sagte Herbst. Das könne vor allem die Kirche gut vermitteln. Die unabhängige Gemeinschaft „Willow-Creek“ hat sich zum Ziel gesetzt, das Christentums voranzubringen. In der Bewegung sind die evangelischen Freikirchen stark vertreten. In Hannover gehört rund die Hälfte der Kongressteilnehmer einer evangelischen Landeskirche an.

„Willow Creek“ veranstaltet den Kongress alle zwei Jahre in Deutschland. Der Kongress in Hannover ist der zweitgrößte in der 20-jährigen Geschichte der Organisation. Die „Willow-Creek“-Vereinigung wurde im Jahr 1992 als Netzwerk zwischen christlichen Gemeinden gegründet. Zu diesem Netz gehören heute weltweit etwa 11 000 Gemeinden. „Willow Creek Deutschland“ arbeitet überkonfessionell. Die Organisation gehört unter anderem zur Deutschen Evangelischen Allianz und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste. Kritiker an „Willow Creek“ monieren, die Bewegung sei zu sehr amerikanisch geprägt und setze zu stark auf Events. Ein Tagesticket für den Kongress kostet 100 Euro.

Von Mathias Klein

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