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„Wir für Hannover“ löst sich auf

Konservative Wählergemeinschaft „Wir für Hannover“ löst sich auf

Die Wählergemeinschaft „Wir für Hannover“ (WfH) gehört schon bald der Vergangenheit an. „Wir lösen uns auf“, sagt der Vorsitzende der Gruppe, Heinrich Mix. Knapp 20 Mitglieder zähle die WfH nur noch, und der Altersdurchschnitt sei sehr hoch.

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2011 warb die Wählergemeinschaft WfH mit diesem Plakat zur Kommunalwahl in Hannover.

Quelle: Surry/Archiv

Hannover. „Wir haben es versäumt, neue Mitglieder zu werben und uns nur noch verwaltet“, sagt Mix selbstkritisch. Noch immer gehe er davon aus, dass die WfH eine Daseinsberechtigung in der politischen Landschaft Hannovers habe. Mix stellt den drei Mandatsträgern der WfH in den Bezirksräten frei, sich anderen Parteien anzuschließen oder als parteilose Einzelvertreter ihr Amt auszuüben. Die konservative Wählergruppe war seit 1987 im Rat der Stadt vertreten.

Gegründet hatte sie unter anderem Karl-Heinz Rädecker, Bezirkschef der Kleingärtner und ursprünglich Sozialdemokrat. Rädecker haderte mit der damals beschlossenen Baumschutzsatzung und kehrte seiner Partei den Rücken. Später bekam die WfH neuen Auftrieb durch die Bürgerproteste gegen den Bau des Boehringer-Tierlabors in Kirchrode. Die Gruppe zersplitterte, als der damalige WfH-Ratsvertreter Jens Böning austrat und mit den „Hannoveranern“ eine neue Wählergemeinschaft gründete. Böning rückte seine Gruppe weiter an den rechten Rand des Parteienspektrums. 

Dort gibt es jetzt einen neuen Konkurrenten im Kampf um Wählerstimmen, die Alternative für Deutschland (AfD). „Wir wären gern gegen die AfD angetreten“, sagt WfH-Chef Mix. Er verortet die neue Partei klar in der rechtspopulistischen Ecke. Die AfD werde die anderen Kräfte am rechten Rand aufsaugen, meint Mix.

„Hannoveraner“-Chef Böning wehrt sich gegen solche Thesen. „Es gibt keine Mitglieder der ,Hannoveraner’, die mit dem Gedanken spielen, zur AfD zu wechseln“, sagt er. Jedenfalls sei ihm niemand bekannt. Dennoch stehe es jedem frei, sich anders zu orientieren, fügt er hinzu. Ein Vorstandsmitglied der rechtskonservativen Gruppe, Siegfried Schmitz, hat die „Hannoveraner“ verlassen, um künftig in Thailand zu wohnen. Schmitz war zugleich Anhänger der „German Defence League“, einer Gruppe von radikalen 

Islamkritikern, die für ihr martialisches Auftreten bei Demonstrationen bekannt sind. Auch Kevin Schumann, Mitarbeiter der Fraktionsgeschäftsstelle, ist nach Thailand gezogen. Böning erklärt, dass die Mitgliederzahl der „Hannoveraner“ in den vergangenen Jahren leicht gestiegen sei. Inzwischen sei man bei etwa 50 Mitgliedern. „Wir stehen in Vorbereitungen auf die Wahl“, sagt Böning.

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