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Obama-Besuch: Wer bezahlt das alles eigentlich?

US-Präsident in Hannover Obama-Besuch: Wer bezahlt das alles eigentlich?

Versiegelte Gullys, abgesperrte Straßenzüge und Tausende Polizeibeamte im Dauereinsatz: Seit Wochen diskutiert Hannover über Sinn und Unsinn der enormen Sicherheitsvorkehrungen zum Besuch von Barack Obama. Viele Einwohner der Stadt halten den Aufwand für überzogen – und vor allem für zu teuer.

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Viele Einwohner der Stadt halten den Aufwand rund um den Besuch Obamas für überzogen – und vor allem für zu teuer.

Quelle: dpa

Hannover. Zwei Tage lang hielt Obama die Stadt in Atem. Während der US-Präsident selbst nicht öffentlich auftrat, waren Teile seiner Begleitung deutlich im Stadtbild zu sehen: Ein Tross von mehreren Hundert Helfern, Elitesoldaten und Geheimdienstleuten begleitete Obama. Händeringend suchte man nach Übernachtungsmöglichkeiten in Hannover. Die Kosten dafür haben die Vereinigten Staaten wohl selbst übernommen.

Tausende Fotos sind während des Besuchs von US-Präsident Barack Obama in Hannover entstanden. Wir haben uns alle angesehen und die schönsten ausgesucht. Hier sind sie.

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Welche Kosten der Besuch von Obama allerdings für den deutschen Steuerzahler verursacht, kann erst mehrere Monate danach genau gesagt werden. Fest steht, dass der Bund für den Großteil der Kosten aufkommen wird, da die Bundesregierung mehrfach als Gastgeber in Hannover fungiert: beim Festessen in Herrenhausen etwa. Die Kosten für den riesigen Polizeieinsatz hingegen wird aller Voraussicht nach das Land Niedersachsen tragen müssen. Es war der größte Polizeieinsatz in der Geschichte der Stadt Hannover: Rund 5000 Beamte und 600 Mitarbeiter verschiedener Geheimdienste sollen wegen des Obama-Besuchs im Einsatz gewesen sein, Einsatzleiter Thomas Rochell sprach offiziell zumindest von „vielen Tausend“. 

Volle Straßen am Morgen bei der Anreise des amerikanischen Präsidenten zum Messegelände: Kurzfristige Sperrungen verursachten Staus in und rund um Hannover.

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Es war nicht nur der größte Polizeieinsatz in der Geschichte Hannovers, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch der teuerste. Allein die Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für Bundespolizisten und andere Beamte von außerhalb gestaltete sich schwierig: am Ende mussten einige Beamte aus Mangel an stadtnahen Quartieren sogar in Urwald-Lodges des Serengeti-Parks in Hodenhagen untergebracht werden. (Dazu am Rande: In der Comfort-Ausführung sind die bunten Holzhäuser dort in der Vorsaison ab 29 Euro pro Person zu haben. Für Gäste besteht aber auch die Möglichkeit, gegen Aufpreis in einer Hütte mit Ausblick auf Giraffen, Spießböcke und Meerkatzen zu nächtigen. Die Polizei wird von dieser Option aber wohl eher keinen Gebrauch gemacht haben...)

Um sich einer Schätzung der Kosten anzunähern, hilft vielleicht ein Rückblick auf die jüngsten Besuche von US-Präsidenten in Deutschland: Im Jahr 2009 besuchte Obama einen Tag lang Dresden. Die Kosten summierten sich laut Medienberichten auf 30 bis 40 Millionen Euro. Das G8-Treffen in Heiligendamm ein Jahr darauf soll mit 100 Millionen Euro zu Buche geschlagen haben. Die Sicherheitsvorkehrungen in Heiligendamm hatten indes ganz andere Dimensionen als die in Hannover.

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Übrigens sind nicht nur die Besuche von Barack Obama in Deutschland teuer: George W. Bush besuchte vor fast genau zehn Jahren Angela Merkel in deren Wahlkreis Vorpommern-Rügen, Stralsund und Heiligendamm. Auch dieser Aufenthalt dauerte zwei Tage – und allein die Stationen in Stralsund kosteten 4,65 Millionen Euro für 12.265 Sicherheitskräfte. Ob sich Obamas Besuch in Hannover auf einen ähnlichen Betrag belaufen sollte, wird wohl erst in einigen Monaten feststehen. Klar ist aber: die Hannoveraner und die Niedersachsen werden es genau wissen wollen.

r.

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