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Aus der Stadt Zwölf Preise für Ideen
Hannover Aus der Stadt Zwölf Preise für Ideen
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00:31 16.11.2017
Von Gunnar Menkens
Hannover, Weidendamm, Hafven feiert 1-Jähriges. Nordstadt, Weidendamm/Ecke Kopernikus. Foto: Samantha Franson Quelle: Samantha Franson
Hannover

Es ist zu sehen: eine Erle mit Elster. Franzi Fuchs. Die Zimtschnecke. Blaubeer Stig. Eulen in Variationen. Die Motive finden sich auf Hosen, Pullovern und T-Shirts des Gründerpaares Charlotte und Christoph Sörman und ihres Modelabels cmig. Sympathische und putzige Figuren, oder in den Worten der Jury über die Sörmans: "Im Familienbetrieb erschaffen sie illustrierte Figurenwelten und außergewöhnliche Geschichten auf Textilien für Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene." Weil das Unternehmen cmig bei seinen Produkten außerdem auf ökologisch zertifizierte Herstellung und Einkäufe zu fairen Preisen achtet, ist es zu einem der "Kreativpioniere" Niedersachsens gewählt worden. Charlotte Sörman hatte schon in Schweden angefangen, Textilien herzustellen und im Internet zu verkaufen. Später brach dann Christoph Sörman sein Studium der Landschaftsplanung ab. Dann gab es nur noch cmig. "Ich war immer sicher, dass es klappen wird", sagte Charlotte Sörman Montag bei der Siegerehrung. Einen Laden hat das Paar noch nicht. cmeg bleibt online erreichbar.

Der Preis für den "Kreativpionier Niedersachsen" wird ausgelobt vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Mit ihm ist Ehre verbunden, aber kein Euro, dafür eine auf ein Jahr befristete Förderung, eigene Ideen mit Workshops, Reisen, Coaching im Markt zu etablieren. Der Wettbewerb richtet sich alljährlich an Gründer, Selbstständige und Freiberufler der "Kultur- und Kreativwirtschaft", wobei nicht zwangsläufig gemeint ist: irgendwas mit Internet. Zwölf Unternehmen haben die Auszeichnung für 2017 erhalten, darunter vier aus der Region Hannover. Die Preise wurden stilgerecht im "Hafven" verliehen, dem sichtbaren Posten der Kreativwirtschaft in Hannovers Nordstadt. Als Erinnerung bleibt den Preisträgern ein Foto mit Ralf Borchers, Abteilungsleiter Mittelstand im Ministerium.

Janik Liebkowsky aus Neustadt am Rübenberge ist einer der Preisträger. Der Student der Geowissenschaften baut für Kunden Stücke aus Eichenholz. Wenn man auf seine Internetseite sieht, wird nicht ganz klar, was er eigentlich anbietet, dafür wird detailliert der Weg beschrieben, den Holz während der Produktion nimmt. Die Unklarheit ist Teil des Programmes. "Das soll so sein." Im Gespräch erzählt Liebkowsky aber doch, was es bei ihm zu bestellen gibt, es reicht vom Visitenkartenständer (ein Großauftrag für eine Restaurantkette), bis zu meterlangen Eichenholztischen fürs Wohnzimmer, Einzelstücke. Was ihn an seiner Arbeit fasziniert? "Wenn man das Holz aufsägt von einem hundert Jahre alten Stamm, dann ist man der erste, der hineingucken und seine Maserung sehen kann."

Eher in der Öffentlichkeit arbeiten Jessica Grömminger und Lena Hoppe. Beide studieren Industriedesign und bieten Workshops an. Zum Beispiel für Unternehmen und Anwohner öffentlicher Plätze. Das jüngste Projekt in Hannover: eine neun Quadratmeter große Sitzgruppe auf der Faust-Insel in Linden. Einen Tag waren die Menschen zusammen. "Hinterher hat man etwas geschafft, dabei entsteht ein schönes Gemeinschaftsgefühl."

Josephine Trümper und Ludwig Schöpfer sind zu "Kreativpionieren" mit ihrer Fotoagentur "Studio Tusch" geworden. Sie fotografieren meist für Unternehmen und Agenturen. Kunde ist zum Beispiel ein in Hannover sehr bekanntes Hörgeräteunternehmen. Schöpfer studiert noch Fotografie, und will irgendwann seinen Abschluss machen. "Still Life"-Fotographie nennt er den Stil, "bei dem sich Werbung Werbung und Kunst vermischen. Es gibt Marken, die sich von Fotografen künstlerische Freiheit ausdrücklich wünschen."

Käthe Steinitz war in den Zwanzigerjahren der Mittelpunkt der jungen Kunstszene in Hannover, bevor sie 1936 nach Amerika fliehen musste. Die Enkel wollen ihren Nachlass nun dem Sprengel-Museum schenken.

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