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Kreißsaal ist künftig nachts wieder offen

Friederikenstift Kreißsaal ist künftig nachts wieder offen

Schwangere Frauen können vom 1. Januar 2017 auch nachts wieder im Friederikenstift entbinden. Der Grund: Zwischen dem Hebammenteam, der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und Diakovere ist ein Maßnahmenkatalog vereinbart worden, der die Arbeitssituation der Hebammen deutlich verbessert.

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Im Friederikenstift hat der Kreißsaal künftig auch wieder nachts offen.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Seit Oktober war der Kreißsaal in der Geburtsklinik zwischen 21.30 und 6 Uhr abgemeldet gewesen.

Ein zentraler Punkt der neuen Vereinbarungen: Der Stellenschlüssel ist angehoben worden. Bislang waren nach Angaben von Unternehmenssprecher Achim Balkhoff 32 Hebammen in den Diakovere-Kliniken beschäftigt. Diese werden nach seinen Angaben von den Kostenträgern refinanziert. Jetzt erhöht das Unternehmen den Personalschlüssel auf 36,1 Vollzeitstellen. Das bedeutet Balkhoff zufolge, dass der Kreißsaal künftig immer mit drei Hebammen besetzt sein wird. Das solle künftig auch im Fall von Krankheit oder Urlaub gewährleistet sein. Kostenpunkt für Diakovere: zusätzlich 400 000 Euro pro Jahr. Die Geburtshilfe habe einen hohen Stellenwert bei Diakovere: „Als christliches Krankenhaus stellen wir uns der Verantwortung für eine gute Versorgung“.

Als „großen Fortschritt“ bezeichnete Gewerkschaftssekretär Thilo Jahn den Maßnahmenkatalog gestern. Die Abmachung enthalte Regelungen, die Personal und Leistung in ein tragbares Verhältnis setzten: Damit enthalte sie genau das, „was in den häufig völlig überlasteten Stationen von Krankenhäusern normalerweise fehlt“. In den vergangenen Monaten sei es wiederholt zu zeitweiligen Kreißsaal-Schließungen gekommen, weil Hebammen sich geweigert hätten, die personelle Unterbesetzung durch Überstunden und Einspringen an eigentlich freien Tagen auszugleichen. Aufgrund der Verbesserungen hätten sie beschlossen, ihren diesbezüglichen Aufruf zurückzuziehen. Auch die Hebammen selbst scheinen zufrieden. Sie hätten einiges erreicht, um künftig eine gute Arbeit zu machen und attraktiv für neue Kollegen zu sein, sagte Mitarbeiterin Annika Strohmeier Donnerstag. Auch der Hebammenverband Niedersachsen ist zufrieden: Es sei wichtig, dass es zu keinen weiteren Personalverlusten komme, sagte Veronika Bujny: „Dann kann das tragen“.

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