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Aus der Stadt Kriegskinder brechen nach Jahrzehnten ihr Schweigen
Hannover Aus der Stadt Kriegskinder brechen nach Jahrzehnten ihr Schweigen
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19:58 07.06.2011
Von Simon Benne
Foto: „Schlimme Erlebnisse können wie ein Stein in der Seele sein“: Eine ganze Generation von Jungen und Mädchen wuchs in einem Land heran, das der Krieg gezeichnet hatte. Quelle: Wilhelm Hauschild
Hannover

Die Toten, die in jener Nacht auf dem Aegi lagen, sieht sie noch heute vor sich. „So etwas vergisst man nie“, sagt Maria-Elisabeth Lohmann. Gerade neun Jahre war sie in der Bombennacht zum 9. Oktober 1943 alt, in der auch die Fleischerei ihrer Eltern in der Marienstraße zerstört wurde. Erst waren sie im Luftschutzkeller der nahen Unfallklinik gewesen, dann mussten sie dort raus. In nasse Decken gehüllt lief das Kind auf den Gartenfriedhof, dann drohte der brennende Kirchturm dort einzustürzen. An der Hand eines älteren Mädchens schlug Lohmann sich durch die Hitze der brennenden Stadt irgendwie zum Maschsee durch. „Dort gab es Luft zum Atmen“, sagt sie. Erst nach drei Tagen brachte das Mädchen jemand zu ihren Eltern zurück. „Ich habe sie nie gefragt, ob sie mich schon tot geglaubt hatten“, sagt die 77-Jährige.

Überhaupt sprach man wenig über die traumatisierenden Erlebnisse im Krieg. „Psyche gab’s nicht, Therapie gab’s auch nicht, und in der Familie war das alles nie Thema“, sagt Maria-Elisabeth Lohmann. Man musste das Leben meistern, aufbauen, stark sein. Das Beschweigen der Vergangenheit war Teil des Neubeginns. „Aber jetzt war es doch erleichternd, davon zu erzählen“, sagt sie.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Mittwochausgabe der HAZ oder alternativ im E-Paper.


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z. H. Simon Benne
Stiftstraße 2, 30159 Hannover

Mit einigen Absendern möchten wir dann bei einem Erzählcafé, an dem auch die Buchautorin Anette Winkelmüller teilnimmt, ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung ist für den 14. Juli, 18 Uhr, im Historischen Museum am Hohen Ufer geplant. Der Eintritt ist frei.

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