Ihr Mörder hatte sie zerstückelt und in zwei blaue Müllsäcke verpackt. An der Plastikverpackung hat die Mordkommission „Rose“ jetzt genetisches Material und andere Spuren gesichert. Sie werden derzeit von den Wissenschaftlern des Landeskriminalamts (LKA) untersucht und anschließend mit der DNA-Datenbank des Bundeskriminalamts verglichen. Sollte der Täter dort bereits wegen eines anderen Vergehens erfasst sein, wäre das der Durchbruch bei den Ermittlungen.
Darüberhinaus sehen sich die LKA-Experten auch die Gegenstände gründlich an, die bei der Durchsuchung des Faust-Geländes in Linden am Freitagabend sichergestellt worden waren. Die Ermittler sollen herausfinden, ob die Säcke mit den Leichenteilen mit diesen Gegenständen transportiert worden waren. Die Polizei bestätigte am Montag einen HAZ-Bericht, nachdem es sich dabei unter anderem um einen Fahrradanhänger gehandelt hat. Außerdem stellten die Beamten Schubkarren sicher. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Säcke mit der Leiche nicht im Auto, sondern mit einem kleineren Transportmittel unter die Legionsbrücke gebracht worden sind. Zugang zu den Karren und dem Anhänger hatte der Hausmeister des Faust-Geländes, bei dem es sich um den Lebensgefährten der Mutter der Getöteten handeln soll. Ein Zeuge hatte die Polizei auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. „Unsere Ermittlungen richten sich derzeit jedoch nicht gegen eine konkrete Person“, sagte Polizeisprecher Thorsten Schiewe. Nach wie vor ist unklar, wo Monika P. getötet und zerstückelt worden ist. Auch die Tatwaffe und die noch fehlenden Leichenteile wurden bislang nicht gefunden.
Deshalb sucht die Kripo heute weiter am Zusammenfluss von Ihme und Leine in Linden. Taucher und die Besatzung eines Sonarboots sollen Hinweise auf treibende Gegenstände in diesem Bereich überprüfen. Nach wie vor sind die Beamten bei den Ermittlungen auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Sie suchen weiter nach Personen, die Monika P. am Neujahrstag gesehen haben oder etwas über den Verbleib der Kleidungsstücke der 24-Jährigen sagen können. Das Opfer hatte gemeinsam mit ihrer Mutter in Linden Silvester gefeiert und war gegen 2 Uhr mit einer Stadtbahn in die Innenstadt gefahren. Der Kriminaldauerdienst ist unter der Nummer (0511) 1 09 55 55 zu erreichen.
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Kommentare
SoKo Rose Du – 12.01.10
Es bleibt die Frage: WER macht so etwas und WESHALB ?Auch muss es eine große Bedeutung haben, dass die Leiche zerlegt/zerstückelt wurde. Der/die Täter hätten sie auch "einfacher" entsorgen können, zumal ja wohl die Tätowierung allein
relativ schnell Aufschluss über die Identität des Opfers gegeben hat.
Meine Anteilnahme für ALLE, die von dem tragischen Fall betroffen sind.
Du