Hannover. „Einige Projekte werden sich nicht realisieren lassen, andere nur mit zeitlicher Verzögerung“, sagte Jugenddezernent Thomas Walter am Montag erstmals im Jugendhilfeausschuss. Zum August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kind. Die Stadt hat deshalb im Jahr 2009 ein Ausbauprogramm gestartet, mit dem stufenweise bis Mitte 2013 insgesamt 1800 neue Betreuungsplätze in Krippen oder bei Tagesmüttern geschaffen werden sollen.
„Wir haben das Ziel nicht aufgegeben, aber es ist ausgesprochen ehrgeizig und geht bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit“, sagte Walter. Es hakt an verschiedenen Stellen: Zum Teil ziehen Vermieter die Angebote anderer Mieter einer Krippe vor. Bei Investoren platzten Wohnungsbauprojekte, die inklusive Kita geplant waren. Und neue Richtlinien sehen vor, dass die Stadt jetzt selbst bei der Anmietung von Räumen eine Ausschreibung starten muss. Das führt zu Verzögerungen. Die geplanten acht großen Kita-Neubauten liegen aber im Plan. Sie sollen in der ersten Jahreshälfte 2013 eröffnen.
„Wir denken darüber nach, wie wir das Programm vollständig weiterführen können. Das läuft zum Teil mit deutlichen Schwierigkeiten“, sagte Walter. Aber man habe ja noch eineinhalb Jahre Zeit.
HAZ.de Anmeldung